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Zürich (awp) - Die Schweizer Börse dürfte am Freitag deutlich tiefer eröffnen, nachdem am Donnerstag der hiesige Handelsplatz feiertagsbedingt geschlossen blieb. Denn wo an Auffahrt gehandelt worden war, wurde überwiegend verkauft. So sind denn auch die Vorgaben aus den USA als auch aus Asien negativ, wo sowohl der Dow Jones-Index als auch der Nikkei im roten Bereich geschlossen hatten. Bereits am Mittwochabend hatte die US-Börse tiefer geschlossen, diese Bewegung wurde von den Schweizer Indices ebenfalls noch nicht nachvollzogen.
Neben wenig überzeugenden US-Konjunkturdaten lastet vor allem die neuerliche Herabstufung der Kreditwürdigkeit Griechenlands auf dem Markt, nachdem Moody's die Bonität Griechenlands auf Ramschniveau herabgestuft hat. Die Nachrichtenlage aus der Schweiz präsentiert sich dürftig, da weder Unternehmenszahlen noch Konjunkturdaten auf der Agenda stehen. Am Nachmittag könnten Konjunkturdaten aus den USA für Bewegung sorgen, es stehen sowohl die mit Spannung erwarteten Arbeitslosenzahlen als auch der ISM-Index für den Mai zur Publikation an.
Bis um 08.25 Uhr steht der vorbörslich von Clariden Leu berechnete SMI um 1,33% tiefer auf 6'409,96 Punkte.
Vorbörslich am tiefsten stehen die Papiere von Swatch, welche 2,6% verlieren. Die Titel werden jedoch ex-Dividende von 1,00 CHF für die im SMI gelisteten Inhaberaktien und ex-Dividende von 5,00 CHF für die Namenaktien gehandelt. Aber auch die Valoren von Luxusgüterkonzern Richemont stehen mit minus 1,4% unter Abgabedruck.
Mit deutlichen Abschlägen präsentieren sich vor Handelseröffnung Finanztitel, belastet hauptsächlich durch die nicht enden wollende Misere um die griechische Bonität. So notieren UBS, Julius Bär, Credit Suisse und ZFS alle über 1,5% unter den Schlusskursen vom Mittwoch.
Ebenfalls auffällig tiefe Indikationen liegen für zyklische Titel vor, so geebn Transocean (-2,2%), Holcim (-1,6%), Adecco (-1,6%) und ABB (-1,6%) alle klar nach.
Für Novartis hat die US-Behörde FDA grünes Licht beim Blutdrucksenker Diovan gegeben. Das Mittel erhöhe das Risiko einer Krebserkrankung nicht, teilte die FDA am Donnerstagabend mit. Trotzdem stehen die Papiere vorbörslich 1,0% tiefer.
Ebenfalls News gab es von Roche. So verlautbarten die Basler am Vorabend, dass Roche mit dem US-Konkurrenten Bristol-Meyers Squibb bei der Entwicklung von Hautkrebs-Medikamenten kooperiert. Am Berichtstag publizierte Roche positive Studiendaten zu Tarceva. In einer Phase-III-Studie konnte nachgewiesen werden, dass die Erstlinientherapie mit Tarceva verglichen mit Chemotherapie die Zeit fast verdoppelte, die Patienten mit nicht-kleinzelligem Lungenkrebs (NSCLC) und EGFR-aktivierenden Mutationen ohne Fortschreiten ihrer Erkrankung lebten. Die Papiere stehen vorbörslich 1,1% tiefer.
Überdurchschnittlich gut stehen SGS da, welche nur 0,4% tiefer indiziert sind. Hier hat die Credit Suisse das Kursziel auf 1'720 CHF von bisher 1'750 CHF gesenkt, die Einstufung Neutral indes bestätigt. So habe die Veranstaltung in Toronto gemischte Neuigkeiten für die Aktie ergeben, hiess es in einem Kommentar. Der zuständige Analyst rechnet mit Verzögerungen bei strategischen Investitionen sowie einer anhaltenden Frankenstärke.
dl/cf

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