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AKTIEN SCHWEIZ/Vorbörse: Schwung bereits wieder weg - Richemont schwach

Dieser Inhalt wurde am 27. Mai 2010 - 09:44 publiziert

Zürich (awp) - Am Schweizer Aktienmarkt zeichnet sich am Donnerstag gemäss den vorbörslichen Indikationen ein etwas leichterer Handelsstart ab. Nach der gestrigen Erholung sei das Sentiment bereits wieder eher negativ, hiess es im Handel mit Verweis auf die klaren Kursverluste an der Wall Street nach Europaschluss. Auslöser war ein Pressebericht, wonach China seinen Bestand an Eurozonen-Anleihen überprüft, was die Sorgen über die Schuldenkrise in Europa wieder geschürt habe.
Die Nervosität am Markt bleibe daher weiter hoch und das Geschehen von kurzfristig orientierten Teilnehmern geprägt. Die Börse sei daher anfällig für Gewinnmitnahmen. Am Berichtstag stehe ein Treffen des US-Finanzministers Geithner mit seinem Amtskollegen Schäuble im Fokus. Ferner werden die vom Luxusgüterkonzern Richemont vorgelegten Zahlen diskutiert.
Bis um 08.25 Uhr sinkt der vorbörslich von Clariden Leu berechnete SMI um 0,15% auf 6'158,56 Punkte.
Richemont muss vorbörslich ein Minus von 1,6% hinnehmen. Das Unternehmen hat mit seinem am Morgen vorgelegten Zahlen die Schätzungen der Analysten beim Umsatz zwar übertroffen, beim Gewinn allerdings weit verfehlt. Am Vortag hatte der Titel im Erwartung guter Zahlen noch deutlich zugelegt. Die Aktien der Konkurrenzpapiere Swatch verbilligen sich um 0,2%.
Novartis (Aktie: -0,2%) musste das Scheitern des Produktkandidaten EPO906 bei der Behandlung von Eierstockkrebs eingestehen. Damit dürften die bereits am Vortag beobachteten Umschichtungen in Roche (+0,7%) anhalten. Letztere hat einen Rechtsstreit mit dem Biotechnologie-Unternehmen Qiagen über Vertriebsrechte für gewisse Diagnostika beigelegt.
Syngenta (Aktie: -0,2%) hat das Maribo Seed Zuckerrübengeschäft von Nordic Sugar erworben. Die Übernahme ist nach Ansicht von Marktbeobachtern aufgrund ihrer relativ bescheidenen Grösse zwar kaum kurswirksam, stimmt jedoch mit der Strategie des Unternehmens überein.
Weiter im Fokus stehen Transocean, deren Aktienperformance weiter vom Erfolg des Ölkonzerns BP in der Bekämpfung der Ölkatastrophe im Golf von Mexiko abhängt. Der nach Angaben von BP bislang planmässige Verlauf der Operation "Top Kill" zum Verschliessen des Bohrlochs könnte daher positiv für die Aktie sein.
ra/ps

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