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AKTIEN SCHWEIZ/Vorbörse: Weiter freundlich - Entspannung um Griechenlandkrise

Zürich (awp) - Der Schweizer Aktienmarkt dürfte am Donnerstag tendenziell leicht positiv eröffnen. Gestützt werde das Sentiment an den Börsen von der Zustimmung des griechischen Parlamentes zum Sparpaket der Regierung, was bereits gestern zu einer deutlichen Erholung geführt hatte. Zusätzliche Unterstützung kommt von den Handelsplätzen in Übersee, wo die Leitindex Dow Jones im Plus schloss. Der Future auf den Index lag am Morgen rund 0,5% höher als zum Europa-Schluss und auch in Asien dominierten Kursgewinne. Negativ für den SMI könnte sich indes die Schwäche der Roche-Titel auswirken, welche von einem negativen Bescheid eines FDA-Ausschusses belastet werden.
Am Berichtstag stehen zudem mehrere Makrodaten auf dem Programm. Am Vormittag werden die EU-Verbraucherpreise für den Juni veröffentlicht. Am Nachmittag werden in den USA die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe sowie der Chicagoer Einkaufsmanagerindex für den Juni veröffentlicht.
Der von Clariden Leu berechnete vorbörsliche SMI notiert um 08.25 Uhr praktisch unverändert auf 6'100,85 Punkte.
Leicht fester zeigen sich Finanztitel wie CS, UBS, Julius Bär oder ZFS. Auch konjunktursensitive Papiere wie Holcim oder Adecco sowie Richemont stehen leicht höher und dürften vom verbesserten Sentiment profitieren.
Lonza (vorbörslich keine Indikation) erwartet einen negativen Währungseinfluss von 60 bis 70 Mio CHF. Um dem zu begegnen, soll vorübergehend die Arbeitszeit im Werk in Visp erhöht werden, da der Gewinn am Standort stark unter Druck stehe.
Bei Roche (-0,7%) hat ein FDA-Gremium gegen Avastin gestimmt. Der Ausschuss der US-Gesundheitsbehörde sieht bei dem Medikament keinen ausreichenden klinischen Nutzen bei der Behandlung von Brustkrebs und stimmte gegen die Verwendung des Medikaments. In der EU erhielt Roche jedoch eine erweiterte Zulassung für Avastin bei metastasierendem Brustkrebs in Kombination mit Xeloda. Die Schwäche der schwergewichtigen Roche-Aktien dürften die weitere Erholung des SMI am Berichtstag bremsen.
Novartis (+0,1%) vermeldeten positive Resultate zu einer Phase-III-Studie (GLOW2) bei NVA237 für die Lungenkrankheit COPD. Die Resultate der Studie würden darauf hindeuten, dass Ende 2011 die regulatorische Zulassung beantragt werden kann.
Weitere Unternehmensnachrichten gab es im breiten Markt, etwa von Barry Callebaut. Der Schokoladeproduzent hat die Verkaufsmenge in den ersten neun Monaten 2011 (per Ende Mai) um 7,3% gesteigert und damit die Erwartungen der Analysten fast punktgenau getroffen.
Ein Update lieferte auch Panalpina anlässlich des heutigen Investorentages. Demnach setzt der Logistiker auf nachhaltiges, profitables Wachstum und strebt eine EBITDA-Marge von 20% bis zum Jahr 2014 an. In den Bereichen Luft- und Seefracht sowie Logistik soll zudem das Marktwachstum übertroffen werden.
dl/uh

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