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AKTIEN TECDAX/Leicht ins Plus vorgearbeitet - Smartrac an Spitze

Dieser Inhalt wurde am 17. November 2009 - 11:20 publiziert

FRANKFURT (awp international) - In einem richtungslosen Gesamtmarkt hat es der TecDax am Dienstag zuletzt leicht ins Plus geschafft. Am späten Vormittag konnte der Index für Technologiewerte um 0,30 Prozent auf 784,24 Zähler zulegen. Unternehmensnachrichten waren ebenso wie bei den Standardtiteln Mangelware.
Als Spitzenreiter verteuerten sich Smartrac-Aktien nach einer positiv aufgenommenen Kapitalerhöhung um 4,77 Prozent auf 16,26 Euro. Über eine Kapitalerhöhung im Rahmen einer Privatplatzierung nahm der niederländische Funktechnik-Anbieter 20,9 Millionen Euro ein. Die insgesamt 1,35 Millionen Aktien gingen an einen geschlossenen Zirkel von Investoren. Helfend zur Seite stand dabei die Privatbank Berenberg. Pro Aktie nahm Smartrac dabei 15,50 Euro ein. Mit dem Geld will das Unternehmen nicht nur seine Zukäufe finanzieren, sondern auch "die finanzielle Flexibilität für das weitere Wachstum des Unternehmens" erhöhen, wie es hiess. Die Übernahme der Inlay-Produktion der israelischen OTI hatte 8,5 Millionen Euro gekostet. Ein Händler äusserte sich positiv, dass die Kapitalerhöhung so problemlos platziert werden konnte. Dies honoriere auch der Markt. Die Berenberg Bank hob ihr Kursziel für die Aktie von 20,00 auf 21,00 Euro an und blieb bei ihrem "Buy"-Votum.
Drägerwerk-Titel gaben hingegen nach einem Pressebericht zu einem geplanten Kauf um 0,34 Prozent auf 29,00 Euro nach. Der Medizin- und Sicherheitskonzern habe die Bedingungen festgezurrt, zu denen das Unternehmen den 25-Prozent-Anteil von Siemens an seiner Medizinsparte zurückkaufen wolle, schreibt die "Financial Times Deutschland" (FTD) unter Berufung auf eine mit der Sache vertraute Person. Der Kaufpreis soll bei mindestens 230 Millionen Euro liegen. Ein Drägerwerk-Sprecher habe einen Kommentar verweigert, aber Verhandlungen bestätigt.
Börsianer äusserten sich verhalten positiv. "In früheren Berichten wurde ein Preis von 275 bis 300 Millionen genannt, den Analysten als teuer erachtet hatten", sagte ein Händler. "Ein Preis von 230 Millionen Euro sollte daher leicht positiv für Drägerwerk gesehen werden." Vorsichtiger fiel das Fazit von Equinet-Analyst Edouard Aubery aus. Der Deal sei zwar strategisch und finanziell sinnvoll, führe aber zu einer stark steigenden Verschuldung, gab er zu bedenken. Daher blieb er bei seiner Empfehlung "Hold" für die Aktie bei einem Kursziel von 30,00 Euro.
gl/rum

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