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AKTIENFOKUS/ABB nach Angebot zur Erhöhung der Indien-Beteiligung sehr schwach

Dieser Inhalt wurde am 17. Mai 2010 - 09:57 publiziert

Zürich (awp) - Die Titel von ABB tendieren am Montagmorgen nach dem Angebot zur Erhöhung der Beteiligung an ABB Indien in einem leichteren Gesamtmarkt sehr schwach. Der Anteil an der indischen Tochtergesellschaft soll auf 75% von rund 52% ausgebaut werden. Den möglichen Gesamtwert der Transaktion beziffert ABB auf rund 965 Mio USD. In ersten Kommentaren werten die Analysten die angestrebte Erhöhung der Beteiligung als positiv, der Kaufpreis wird jedoch als hoch eingestuft.
Die Titel verlieren gegen 9.55 Uhr um 1,9% auf 19,95 CHF. Bislang wurden rund 2,5 Mio Titel gehandelt. Das durchschnittliche Volumen der vergangenen Tage liegt bei 10,7 Mio Stück. Der Gesamtmarkt (SMI) verliert unterdessen 0,27%.
Die Analysten der ZKB begrüssen die Förderung und langfristige Entwicklung des indischen Geschäfts, da Indien ein Markt mit grossem Potenzial darstelle. Zudem dürften die indischen Standorte eine wichtige Rolle im Rahmen des Global Footprint Programms von ABB spielen. "In Anbetracht der ausgewiesenen Zahlen von ABB Indien erachten wir den Kaufpreis dennoch als hoch", schreibt der zuständige Analyst Richard Frei.
Auch die Marktbeobachter der Privatbank Wegelin werten nach dem jüngsten Zukauf des Softwareunternehmens Ventyx die Erhöhung an der indischen Tochtergesellschaft als "sinnvollen Schritt, um die hohen Barreserven in der Kriegskasse von ABB etwas abzubauen". Damit wird die Strategie von ABB einer optimalen geografischen Diversifikation mit einer zunehmend starken Stellung in den Wachstumsmärkten (Infrastrukturaufbau) weitergeführt.
Längerfristig dürfte sich dies nach Darstellung von Wegelin genau so wie der weitere Fokus auf eine energieeffizientere Stromverteilung/Netze auszahlen. In den reifen Märkten bestehe ein grosser Erneuerungsbedarf bei der Strominfrastruktur und das Rennen dürfte in Zukunft wohl die Unternehmung machen, welche auch gleich eine bessere Nutzung der Netze anbieten kann.
Auch aus Sicht der Experten der Bank Vontobel stellt die Erhöhung des Anteils an ABB India angesichts des hohen Barmittelbestandes, der sich auch nach der Transaktion noch auf 7,2 Mrd USD beläuft, einen vernünftigen Schritt dar. Zwar sei die Bewertung von ABB India sehr hoch und die Auswirkung auf die G&V-Rechnung gering, aber Indien sei aufgrund des enormen Wachstumspotenzials von strategischer Bedeutung für ABB.
Die ZKB bestätigt die Titel mit "Übergewichten", Vontobel bleibt unterdessen bei der Einstufung "Hold".
ps/rt

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