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Zürich (awp) - Die Titel von ABB zeigen sich nach dem Rückzug aus dem Bieterwettstreit um die britische Chloride mit leichterer Tendenz und admit besser als der Gesamtmarkt. In Analysteneinschätzungen wird die Aussage von ABB, kein weiteres Angebot vorlegen zu wollen, als positiv gewertet und die Kostendisziplin gelobt. Das Management sei damit seinen eigenen Vorgaben treu geblieben und habe sich nicht in einen teuren Übernahmekampf gestürzt, heisst es. Diesen kursstützenden Kommentaren stehen jedoch anhaltende Konjunktursorgen an den Börsenplätzen gegenüber, die ABB kaum Luft nach oben lassen.
Die Aktien verbilligen sich gegen 10.10 Uhr um 0,7% auf 18,84 CHF. Bislang wurden rund 3,4 Mio Titel gehandelt. Der Gesamtmarkt (SMI) verliert derweil um 1,37% auf 6'043,80 Punkte.
Vontobel-Analyst Fabian Haecki begrüsst die Entscheidung von ABB, im Bieterwettbewerb diszipliniert zu bleiben. Der CFO habe vergangenen Woche erklärt, ABB lasse sich in keinen überzogenen Bieterwettstreit ziehen. Der ursprüngliche von ABB gebotene Preis von 325 Pence lag aus Sicht Vontobels bereits am oberen Ende einer vernünftigen Bandbreite (EV/EBIT von 20,7, P/E für 09 von 32,5). "Deshalb begrüssen wir, dass sich ABB diszipliniert an seine interne M&A-Politik hält, obwohl eine Fusion aus unserer Sicht grosse Synergieeffekte ergeben hätte und wegen der Bedeutung von Chloride für die Smart-Grid-Ambitionen von ABB grossen strategischen Wert gehabt hätte."
Auch die Analysten der ZKB zeigen Verständnis für den Schritt von ABB. Das Management handle konsequent in Bezug auf die kommunizierten Kriterien für Akquisitionen. Allerdings merken die Experten der Kantonalbank an, dass Chloride die Produktpalette des Industriekonzerns sinnvoll ergänzt und die Kundenbasis ausgeweitet hätte. Die Transaktionsmultiples erreichten jedoch eine Höhe (rund 31x Earnings; 18x EV/EBITDA). Dies habe den Übernahmekriterien von ABB nicht mehr entsprochen.
Offensichtlich nehme die Führungsriege die Kosten/Nutzen-Analyse ernst, was gegenüber dem Markt vertrauensbildend wirken sollte, meinen auch die Marktbeobachter der Privatbank Wegelin. Dies scheine im Hinblick auf die von CFO Demaré angekündigten weiteren potenziellen Zukaufsziele in der Grösse von 0,5 bis 3 Mrd USD beruhigend. Die solide Bilanz und die gut gefüllte Kriegskasse ermöglichten eine hohe finanzielle Flexibilität und auch weitere sinnvolle Akquisitionen.
Vontobel bestätigt die Einstufung "Hold" und nennt ein Kursziel von 22,50 CHF, die ZKG stufte die Titel zuletzt mit "Übergewichten" ein.
ps/rt

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