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Zürich (awp) - Die Namenaktien von Actelion haben am Dienstag nur anfänglich mit Kursgewinnen auf die am Morgen publizierten Quartalszahlen reagiert. Nach der ersten Handelsstunde liegen die Papiere tief im negativen Territorium. Denn die Zahlen hätten nur auf den ersten Blick gut ausgesehen, sagten Händler. Doch das Biopharma-Unternehmen habe die Schätzungen der Analysten nur dank ausserordentlicher Erträge so deutlich übertroffen. Allerdings bleibe im Vorfeld der Generalversammlung vom 5. Mai der Kampf um die Zukunft der Gesellschaft die wichtigste Story rund um Actelion.
Actelion Namen sinken bis um 10.35 Uhr um 1,8% auf 49,76 CHF, das Tagestief wurde bei 49,52 CHF notiert. Im frühen Handel waren die Aktien bis auf 50,85 CHF geklettert. Der SMI steht im Vergleich dazu 0,66% höher. Mit 175'000 umgesetzten Actelion-Titeln wurde bis dato knapp 30% des üblichen Tagesvolumens umgesetzt.
Während der Umsatz mit dem Hauptprodukt Tracleer genau den Erwartungen der Analysten entsprach, hat Actelion unerwartet weitere Einkünfte aus vertraglichen Vereinbarungen in Höhe von 78 Mio USD vermeldet. Es handelt sich dabei insbesondere um aufgeschobene Erträge für das eingestellte Entwicklungsprojekt Almorexant, schreibt die Bank Vontobel.
Ohne die aufgeschobenen Erträge aus der Zusammenarbeit mit GlaxoSmithKline hätten Umsatz und Gewinn ungefähr ihren Erwartungen entsprochen, kommentiert die Credit Suisse. Das Betriebsergebnis ohne die Sonderfaktoren liege dagegen tiefer als erwartet. Im Vergleich zu den Schätzungen der ZKB allerdings wäre auch ohne Einmaleffekt der EBIT besser als erwartet ausgefallen.
Die Jefferies-Analysten erachten daher die zugrundeliegenden Gewinne als "schwach", was vor allem auf die laufenden Rechtskosten zurückzuführen sei. Die Prognosen des Unternehmens für das Gesamtjahr 2011 sieht Jefferies als optimistisch an, dies vor allem angesichts der Stärke des Schweizer Frankens: Die Analysten erwarten deshalb, dass der Marktkonsens zurückgehen wird.
Kaum Neuigkeiten sehen die Analysten bei der Medikamenten-Pipeline: Ein Rückgang sei nicht zu erkennen, allerdings sei ein solcher knapp vor der Generalversammlung auch nicht zu erwarten gewesen, schreibt Vontobel.
Die Generalversammlung vom 5. Mai wird denn auch von den Analysten als nächstes "Schlüsseldatum" gesehen. Weiterhin werde es auch darauf ankommen, wieviele Aktionäre an dem Anlass teilnehmen werden, schreibt Jefferies. Der Aktionär Elliott Advisors will sechs eigene Kandidaten in den Verwaltungsrat wählen lassen. Der Analyst von Kepler sieht die Chancen für Elliott gestiegen, nachdem die US-Aktionärsaktivisten von ISS einige der Elliott-Kandidaten unterstützt.
Andererseits kann auch das Actelion-Management, das für die Unabhängigkeit der Gesellschaft kämpft, wieder mehr Gewicht in die eigene Waagschale legen. Im Disput mit dem Hedge Fund Elliott hat die deutsche IVOX dem Management ihre Unterstützung zugesichert. Gleiches hatte am Vortag bereits die Beteiligungsgesellschaft BB Biotech getan.
ra/cf

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