Externer Inhalt

Den folgenden Inhalt übernehmen wir von externen Partnern. Wir können nicht garantieren, dass dieser Inhalt barrierefrei dargestellt wird.

Zürich (awp) - Die Aktien der Adecco SA konnten sich am Mittwoch trotz starker Quartalszahlen nur kurz in der Gewinnzone halten. Zwar hat der weltgrösste Stellenvermittler die Markterwartungen sowohl beim Umsatz als auch auf den Stufen EBITA und Reingewinn teilweise deutlich übertroffen und auch der Ausblick ist positiv. Händler sprachen allerdings von Gewinnmitnahmen, nachdem sich der Markt bereits vor den Zahlen auf eine deutliche Geschäftsbelebung eingestellt habe.
Bis gegen 11.05 Uhr sackten die Titel als einer der schwächsten im SMI/SLI um 2,2% auf 54,40 CHF ab, nachdem sie zum Handelsstart noch bis auf 55,80 CHF gestiegen waren. Auch der Gesamtmarkt schwächelt etwas - der SMI verliert 0,65%.
Bereits die soliden Quartalszahlen der beiden Konkurrenten Manpower und Randstad hätten entsprechende Hinweise auf die Ergebnisse von Adecco geliefert, heisst es am Markt. Entsprechend konnte die Aktie seit Anfang Juli von ihrem Tief bei etwa 49,50 CHF bis zu einem Zwischenhoch vor den US-Arbeitsmarktdaten bei 57,60 CHF rund 16% zulegen. Nun machten einige Anleger Kasse, sagten Händler.
Analysten zeigten sich indes sehr zufrieden mit den Zahlen. Von "exzellenten Ergebnissen" schreibt Cheuvreux-Analyst Konrad Zomer. Die Margenentwicklung sei stark gewesen und der Preisdruck nicht so hoch wie von ihm befürchtet. Einzig das Wachstum auf dem deutschen Markt sei mit lediglich 20% etwas enttäuschend - Randstad habe es auf 40% gebracht und Zomer hatte von Adecco immerhin 30% Zuwachs erwartet. Der Ausblick bleibe aber positiv und das Gewinnmomentum halte an. Sorgen am Markt über die makroökonomischen Bedingungen könnten einen guten Einstiegszeitpunkt darstellen. Die Titel stehen daher unverändert auf der besonderen Empfehlungsliste.
Auch die Deutsche Bank zeigte sich in einer ersten Reaktion positiv. Die guten Ergebnisse des zweiten Quartals spiegelten die sich verbessernden Marktbedingungen wider. Das Unternehmen habe mit Blick auf die Preisdisziplin, die Kostenkontrolle und einer Verbesserung des Wachstums abgeliefert, so die Experten. Sie rechnen mit entsprechenden Erhöhungen der Markterwartungen.
ZKB-Analyst Marco Strittmatter sieht die Erwartungen, die nach den Zahlen von Randstad und Manpower bereits hoch gewesen seien, noch übertroffen. Besonders gut sei die Vermittlung von Industriearbeitern gelaufen, bei Büropersonal liege Adecco allerdings immer noch unter Vorjahr. Aber auch hier sei eine Verbesserung des Momentums zu erkennen. Einzig die Entwicklung des operativen Cashflow habe etwas enttäuscht, so Stittmatter.
Bei der Bank Vontobel geht Analyst Michael Foeth davon aus, dass sich die Bruttomargen schrittweise verbessern, wenn sich der Mix hin zu Segmenten mit höheren Margen verlagere. Die Zahlen für das zweite Quartal seien "sehr ermutigend". Bei den Regionen seien Frankreich und Nordamerika der Wachstumsmotor gewesen, Grossbritannien und Japan hätten als einzige etwas enttäuscht, obwohl beide sequentielle Verbesserungen zeigten.
Cheuvreux hat die Titel derzeit auf der "Selected List" (Kursziel: 72 CHF). Die Deutsche Bank rät mit "Buy" (Kursziel: 75 CHF) ebenfalls zum Kauf. Auch die ZKB hat ein "Übergewichten"-Rating auf den Titeln. Vontobel liegt mit den eigenen Erwartungen über den Konsensschätzungen und bewertet die Papiere mit "Buy" (Ziel 75 CHF).
dr/rt

Neuer Inhalt

Horizontal Line


subscription form Deutsch

Aufruf, den Newsletter von swissinfo.ch zu abonnieren

Melden Sie sich für unseren Newsletter an und Sie erhalten die Top-Geschichten von swissinfo.ch direkt in Ihre Mailbox.

swissinfo DE

Aufruf, der Facebook-Seite von swissinfo.ch beizutreten

Treten Sie unserer Facebook Seite auf Deutsch bei!

???source_awp???