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Zürich (awp) - Die Titel des Chemiekonzerns Clariant notieren am Donnerstag sehr schwach und fallen mit Abstand ans Ende des Schweizer Blue Chips-Tableaus. Die Muttenzer haben mit ihren Zweitquartalszahlen auch die optimistischsten Schätzungen übertroffen, weshalb Marktteilnehmer von Gewinnmitnahmen sprechen. "Die Zahlen waren nämlich tip top", kommentiert ein Analyst den bisherigen Kursverlauf.
Gegen 11.35 Uhr verlieren Clariant 3,7% auf 13,87 CHF. Das Tagestief lag bei 13,76 CHF. Bislang wurden 1,7 Mio Stück gehandelt, gleich viel wie an einem normalen Handelstag zuletzt. Der Gesamtmarkt (SPI) legt unterdessen um 0,20% zu.
Die laufende und harte Restrukturierung trägt nicht nur in der Erfolgrechnung Früchte, sondern schlägt sich auch schon seit Längerem im Aktienkurs nieder. Seit Jahresanfang hat sich der Titel um knapp 14% verteuert; in den letzten zwölf Monaten hat sich der Kurs gar verdoppelt.
Das Zweitquartalsergebnis von Clariant fiel auf allen Ebenen über den Konsensschätzungen der Analysten aus und hat auch die optimistischsten Schätzungen übertroffen. Nicht erstaunlich sind die Experten voll des Lobes für das Unternehmen. Die EBIT-Marge vor Sonderposten sei mit 11,1% "beeindruckend", schreibt stellvertretend Vontobel-Analyst Patrick Rafaisz. "Die umgesetzten Kosteneinsparungen zahlen sich immer stärker aus", urteilt dieser. "Herausragendes Ergebnis", titelt ZKB-Analyst Martin Schreiber.
Einzig der Reingewinn lag aufgrund höherer Restrukturierungskosten unter den Erwartungen der Experten. Mit 196 Mio CHF habe Clariant damit bereits zwei Drittel der gesamthaft geschätzten Restrukturierungskosten von 300 Mio CHF für das laufende Jahr verbucht, merkt Rafaisz an.
Schreiber streicht die unerwartet stabile Entwicklung der Verkaufspreise bei Clariant heraus, was zu einer um 3,9 Prozentpunkte höheren Bruttomarge von 28,9% geführt habe. Tim Jones von der Deutschen Bank hingegen von einer leichten Enttäuschung diesbezüglich, hätten doch die Rohmaterialkosten im Vorjahresvergleich um 14% angezogen. Die leichte Preiserhöhung von 1% im Vorquartalsvergleich hätten ebenfalls nicht ausgereicht, um den Anstieg der Rohstoffkosten um 4% wettzumachen.
Einen guten Anklang finden naturgemäss auch die zum zweiten Mal in diesem Jahr erhöhten Prognosen für 2010, wenngleich die Anhebung von den meisten Analysten erwartet wurde. Dass Clariant angesichts der erwarteten Abschwächung der globalen Wirtschaft und üblichen saisonalen Effekten für die zweite Jahreshälfte von einem langsameren Umsatzwachstum ausgeht, sollte nach Ansicht des Helvea-Analysten Martin Flückiger bereits im Aktienkurs eingepreist sein.
Bei der Bewertung der Aktie scheiden sich allerdings die Geister. So will die Bank Vontobel ihre Schätzungen nur leicht anpassen und bestätigt das "Buy"-Rating bei einem Kursziel von 19 CHF. "Die Clariant-Aktie bietet Anlegern daher weiterhin eine vielversprechende Trendwende, die durch mittelfristige Übernahmespekulationen noch an Attraktivität gewinnt", urteilt der zuständige Analyst. Ähnlich zuversichtlich ist Helvea mit einer Kaufempfehlung mit Kursziel 20 CHF.
Die ZKB bleibt mit ihrer Einstufung "Marktgewichten" liegt in der goldenen Mitte, während die Deutsche Bank mit einem "Sell" und einem Kursziel von 11,50 CHF das andere Ende des Spektrums abdeckt.
ra/ps

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