Navigation

Sprunglinks

Hauptfunktionen

AKTIENFOKUS/CS notieren nach Zahlen zum ersten Quartal mit leichtem Plus (AF)

Zürich (awp) - Die Papiere der Credit Suisse notieren am Mittwoch nach der Vorlage der Zahlen für das erste Jahresviertel mit leichten Aufschlägen. Im Gegensatz zur Platzkonkurrentin UBS konnte die CS die Investoren zwar nicht positiv überraschen, die Zahlen liegen allerdings im Rahmen der Erwartungen und werden von Marktbeobachter mehrheitlich als solide bezeichnet.
Credit Suisse blieben im bisherigen Handelsverlauf ohne klare Richtung. Nachdem die Valoren mit Kursgewinnen in die heutige Sitzung starteten, drehten sie noch im frühen Handel ins Minus und markierten bei 38,65 CHF ihr bisheriges Tagestiefst. Danach erholten sich die Papiere. Kurz nach 11.30 Uhr gewinnen sie 0,2% auf 39,38 CHF. Der Gesamtmarkt gemessen am SMI notiert derweil praktisch unverändert.
Damit werfen die Quartalszahlen am Markt keine grossen Wellen. Entsprechend fallen auch die Kommentare der Marktbeobachter aus, die die Zahlen als insgesamt solide und im Rahmen der Erwartungen bezeichnen. Dies sei aber durchaus positiv zu werten, nachdem die Bank mehrmals in Folge die Anleger enttäuscht habe, meint die ZKB.
Besser als von den Analysten prognostiziert hat das Institut im Investment Banking gearbeitet. Getrieben sei das Spartenergebnis insbesondere durch das starke Anleihengeschäft, kommentiert die japanische Nomura. Hier habe die CS deutlich besser gearbeitet als die Konkurrenten, und das Ergebnis liege auch klar über den Konsenserwartungen. Für Keefe, Bruyette & Woods (KBW) ist die CS in diesem Bereich gar "best in class".
Auch die Experten der UBS werten das Resultat ihres Erzrivalen im Investment Banking als positiv. Leicht enttäuscht zeigen sie sich allerdings vom Ergebnis im Wealth Management. Hier habe sich insbesondere die rückläufige Bruttomarge bemerkbar gemacht, so der Kommentar.
Mit dieser Meinung steht die UBS nicht alleine da. Für die meisten Experten konnte die Credit Suisse die Erwartungen im Wealth Management nicht ganz erfüllen. Die Sparte habe unter den anhaltend tiefen Zinsen sowie den zurückhaltenden Kundenaktivitäten gelitten, heisst es stellvertretend für viele ähnliche Meinungen bei der Commerzbank.
Lob erntet die Grossbank allerdings für ihre Geldzuflüsse. Der Nettoneugeldzufluss sei wie erwartet stark ausgefallen, schreibt dazu die ZKB. Und auch für die UBS sind die Neugelder über den Erwartungen ausgefallen.
Insgesamt erwarten die Experten von den heute ausgewiesenen Zahlen keinen Schub für den Aktienkurs. Die Zahlen seien zwar "okay", dürften aber kaum grössere Revisionen der Konsensprognosen auslösen, meint etwa die UBS. Ähnlich tönt es bei den KBW-Analysten: Die Erwartungen seien im Vorfeld relativ gering gewesen, daher brauche es mehr als ein einzelnes solides Quartalsergebnis, um die Investorenstimmung nachhaltig zu ändern.
Die Analysten sehen derzeit daher mehrheitlich mehr Chancen in den Valoren der UBS. Dies vor allem auch angesichts der günstigeren Bewertung, wie Nomura dazu anführt. Auch die ZKB geht davon aus, dass das positive Überraschungspotenzial bei der UBS aktuell höher ist.
pf/uh

Neuer Inhalt

Horizontal Line


subscription form Deutsch

Aufruf, den Newsletter von swissinfo.ch zu abonnieren

Melden Sie sich für unseren Newsletter an und Sie erhalten die Top-Geschichten von swissinfo.ch direkt in Ihre Mailbox.