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Zürich (awp) - Die Aktien der Geberit AG haben am Donnerstag deutlich tiefer eröffnet. Das Sanitärtechnik-Unternehmen hat vorbörslich die Umsatzzahlen 2010 sowie einen Aktienrückkauf und die baldige Übernahme des VR-Präsidiums durch den jetzigen CEO Albert Baehny bekannt gegeben. Der Umsatz lag dabei knapp unter den Schätzungen des Marktes. Der Grund für den heutigen Kursrückgang sehen Händlern allerdings vermehrt in der hohen Bewertung der Aktie und in einer Rückstufung durch die Citigroup.
Die Geberit-Aktie notiert um 09.35 Uhr bei hohen Volumen 4,7% tiefer bei 206,60 CHF (bisheriges Tagestief 205,70 CHF), der Gesamtmarkt (SPI) büsst vor allem aufgrund der schwachen Nestlé leicht an Terrain ein.
Analysten äussern sich eher zurückhaltend zu den Zahlen. Für einmal sei Geberit mit eher konservativen Prognose für das vierte Quartal richtig gelegen und die Markterwartungen seien etwas zu hoch gewesen, meint die ZKB in einem Kommentar. Entsprechend werde er leichte Gewinnanpassungen nach unten vornehmen, so der zuständige Analyst. Die Bekanntgabe eines Aktienrückkaufprogramms über 5% sei dagegen zu begrüssen. Das Unternehmen sei mit einer EK-Quote von geschätzten 72% sowie einem Nettofinanzvermögen von 468 Mio CHF weiterhin sehr solide finanziert.
Die Bank Vontobel spricht von Zahlen im Rahmen der Erwartungen. Auch das Aktienrückkaufprogramm sei nicht überraschend, heisst es da. "Von billigen Euros und US-Dollars leicht verstopfte Umsatz-Röhren beim Sanitärtechnikhersteller", schreibt Wegelin. Zwar seien im Kernmarkt Europa bis auf die Verkaufsregionen Benelux und Iberische Halbinsel die Umsätze in Lokalwährungen angestiegen, aber die negativen Währungseffekte hätten dem Unternehmen insbesondere im vierten Quartal doch arg zugesetzt. Erfreulich hingegen sei die anhaltend positive Entwicklung in den Wachstumsmärkten, allerdings liege der Umsatzanteil in dieser Region immer noch im kleinen einstelligen Prozentbereich.
Der Grund für den heutigen Kurssturz dürfte aber vor allem auch in der hohen Bewertung der Aktie liegen, heisst es. So hat der Kurs in den letzten vier Monaten 2010 um über 35% zugelegt. "Die Bewertung schränke derzeit weitere Kursfortschritte etwas ein", so die ZKB. Ähnlich tönt es auch bei Vontobel. Stark auf den Kurs drücken dürfte ausserdem die Rückstufung der Aktie durch die Citigroup auf "Verkaufen" mit Kursziel 185 CHF. Die Gewinnschätzungen rechtfertigten eine Herabstufung, schreiben die Analysten in einem Kommentar.
Wegelin meint dazu, längerfristig orientierte Anleger könnten Kursrückgänge zum Positionsaufbau nutzen, denn die längerfristigen Aussichten dürften intakt bleiben.
uh/cf

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