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Zürich (awp) - Die Aktien der Geberit AG fallen am Donnerstag in einem nur dank Nestlé leicht positiven Gesamtmarkt überdurchschnittlich zurück. Die am Morgen vorgelegten Halbjahreszahlen haben die Erwartungen der Analysten knapp übertroffen, wobei am ehesten der Reingewinn diese nur knapp zu erfüllen vermochte.
Die Zahlen werden denn auch mehrheitlich als solid bezeichnet und wohlwollend kommentiert. Dass die Aktien dennoch zurückgehen, wird mit der im Vorfeld der Publikation starken Entwicklung und der nun ausgebliebenen und insgeheim erhofften positiven Überraschung begründet sowie mit dem allgemein hohen Preisniveau des Titels.
Bis um 12.05 Uhr verlieren Geberit 2,9% auf 171,20 CHF. Gehandelt sind bis anhin gut 90'000 Aktien bei einem durchschnittlichen täglichen Handelsvolumen in den vergangenen Wochen von 105'000 Stück. Der Gesamtmarkt SPI steht 0,05% höher.
Geberit hatten allerdings erst Mitte Juli das Jahrestief bei 167,70 CHF erreicht und sich danach bis Anfang dieser Woche wieder auf 179,40 CHF um rund 7% erholt.
Die Kommentare der Analysten sind grundsätzlich positiv gestimmt, vereinzelt wird aber der bezüglich Umsatz erstmals abgegebene Ausblick und die erhöhte Prognose für die EBITDA-Marge als etwas zu defensiv gesehen und deshalb auch leicht kritisiert.
Ein gutes Ergebnis mit "Beschleunigungsanzeichen", heisst es in einem Kommentar der ZKB mit Blick auf das gegenüber dem ersten Quartal höhere Wachstum im zweiten. Der Trend zu steigenden Materialkosten dürfte allerdings im zweiten Halbjahr zunehmen.
Mit Blick auf den Umsatz habe Geberit unter den etwas zu hohen Schätzungen gelegen, so die ZKB weiter. Der Reingewinn sei von einem unerwartet hohen Währungsverlust belastet worden, habe aber dennoch die Erwartungen erfüllt.
"Solide und den Erwartungen entsprechend", lautet die Einschätzung der Bank Vontobel, wogegen Cheuvreux den Umsatz über den eigenen und den Konsenserwartungen sieht. Das organische Wachstum von 7,5% im zweiten Quartal sei beeindruckend und das höchste bisher gesehene im Sektor, schreibt Cheuvreux. Auch für Helvea hat Geberit die Erwartungen übertroffen, wenn auch nur leicht.
Trotz der keineswegs negativen Attribute, welche Vontobel dem Ergebnis von Geberit zugesteht, zeigt sich die Bank insgesamt am kritischsten. Die Geberit-Prognosen seien zurückhaltend und würden für das laufende Jahr zu negativen Revisionen der Gewinnschätzungen führen, heisst es weiter bei Vontobel. Angesichts der hohen Bewertung weise der Titel zudem nur beschränktes Aufwärtspotential auf.
Dem widerspricht die Aussage von Cheuvreux, die Schätzungen für Geberit zu erhöhen, auch wenn ein Teil des Umsatzwachstums vom schwachen Euro wieder wettgemacht werde. Cheuvreux sieht auch Aufwärtspotential für die Konsensschätzungen, da die Rohmaterialkosten im zweiten Semester sinken könnten. Das Institut hat mit dem Rating "Outperform" von den hier erwähnten auch die beste Einstufung für Geberit.
Auch Kepler will die Schätzungen "höchstwahrscheinlich" erhöhen, und zwar um 5 bis 10%, wie der Broker in einem Kurzkommentar schreibt. Ob dies auch reiche, um das Rating "Reduce" für die Aktie zu erhöhen, sei noch offen. Kepler befürchtet nämlich, dass die Rohmaterialkosten das Ergebnis im zweiten Semester belasten könnten. Kepler folgt damit eher den Aussagen von Geberit-Chef Albert Baehny als Cheuvreux. Baehny sieht für das zweite Halbjahr weiterhin volatile, tendenziell aber steigende Rohmaterialpreise.
Die UBS sieht die erhöhte Prognose durch das Unternehmen bereits vom Markt vorweggenommen, weshalb keine Änderungen der Konsensschätzungen zu erwarten seien.
cf/ch

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