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Zürich (awp) - Die Titel von Givaudan zeigen sich am Dienstag nach Vorlage des Jahresergebnisses 2010 mit schwacher Tendenz. Analysten bezeichnen die vorgelegten Zahlen zwar als solide, verweisen jedoch auf die zu erwartenden steigenden Rohstoffkosten als möglichen Belastungsfaktor der Zukunft. Zudem wird von einigen Experten auf den fehlenden quantitativen Ausblick verwiesen.
Gegen 09.35 Uhr sinken die Aktien von Givaudan um 1,6% auf 942 CHF. Bislang wurden 17'200 Titel gehandelt. Das durchschnittliche Volumen der vergangenen Tage liegt bei 37'000 Stück. Der Gesamtmarkt (SPI) gewinnt derweil um 0,03%.
Aus Sicht der Analystengilde sind die Zahlen weitgehend wie erwartet ausgefallen und lagen zum Teil sogar darüber. Überraschungen habe es in der Bilanz keine gegeben.
Nach Darstellung der Bank Vontobel legte das Unternehmen ein solides Ergebnis für 2010 vor und bestätigte seine mittelfristige Prognose von einem organischen Wachstum zwischen 4,5% und 5,5%. Auch die Analysten von Cheuvreux zeigen sich von den vorgelegten Zahlen nicht überrascht und bezeichnen den Ausblick als erwartungsgemäss. Die Marktbeobachter der Bank Wegelin schreiben in gewohnt blumiger Sprache von einen "abgeschmeckten Zahlentopf" des Aromen und Duftstoffherstellers.
Als möglichen Belastungsfaktor machen die Experten der unterschiedlichen Häuser hingegen die Preisentwicklung bei den Rohstoffen aus. Vontobel-Analystin Claudia Lenz geht davon aus, dass Givaudan mit steigenden Rohstoffpreisen zu kämpfen haben wird. Die Rohstoffpreisinflation könnte kurzfristig belastend wirken, schreibt die Branchenkennerin. Als "bitteren Beigeschmack" bezeichnet Wegelin die steigenden Rohstoffpreise. Längerfristig sollten die Aussichten allerdings intakt sein, schreiben die Marktbeobachter.
Die UBS legt den Finger in dieselbe Wunde. Allerdings gehen die Analysten davon aus, dass die steigenden Rohmaterialpreise von sinkenden Finanzkosten kompensiert werden. Cheuvreux geht davon aus, dass Givaudan die höheren Kosten für Rohstoffe auf die Kunden abwälzen wird. Die Analysten gehen dabei jedoch von einer zeitlichen Verzögerung von drei bis sechs Monaten aus. Dies könnte die Margen im ersten Halbjahr 2011 belasten.
ps/mk

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