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Zürich (awp) - Die Titel von Givaudan zeigen sich am Dienstag nach Vorlage des Jahresergebnisses 2010 mit schwacher Tendenz. Analysten bezeichnen die vorgelegten Zahlen zwar als solide, verweisen jedoch auf die zu erwartenden steigenden Rohstoffkosten als möglichen Belastungsfaktor im laufenden Jahr. Die Einstufung der Aktie bei den Analysten geht von "Übergewichten" bis "Underperform".
Um 11.55 Uhr sinkt das Papier bei überdurchschnittlichen Volumen um 3,1% auf 928 CHF und notiert damit auf dem bisherigen Tages- bzw. Jahrestief. Der Gesamtmarkt (SPI) steht derweil leicht im Plus.
Aus Sicht der Analystengilde sind die Zahlen weitgehend wie erwartet ausgefallen oder lagen zum Teil (v.a. Umsatz) sogar etwas darüber. Grosse Überraschungen habe es keine gegeben, lautet somit der Tenor.
Nach Darstellung der Bank Vontobel legte das Unternehmen ein solides Ergebnis für 2010 vor und bestätigte seine mittelfristige Prognose von einem organischen Wachstum zwischen 4,5% und 5,5%. Auch die Analysten von Cheuvreux zeigen sich von den vorgelegten Zahlen nicht überrascht und bezeichnen den Ausblick als erwartungsgemäss. Die Marktbeobachter der Bank Wegelin schreiben in gewohnt blumiger Sprache von einen "abgeschmeckten Zahlentopf" des Aromen und Duftstoffherstellers. Die Citigroup meint, dass die Vergleichszahlen zwar härter würden, dass die Nachfrage im vierten Quartal aber noch immer ermutigend gewesen sei.
Als möglichen Belastungsfaktor machen die Experten der unterschiedlichen Häuser hingegen die Preisentwicklung bei den Rohstoffen aus. Vontobel-Analystin Claudia Lenz geht davon aus, dass Givaudan mit steigenden Rohstoffpreisen zu kämpfen haben wird. Die Rohstoffpreisinflation könnte kurzfristig belastend wirken, schreibt die Branchenkennerin. Als "bitteren Beigeschmack" bezeichnet Wegelin die steigenden Rohstoffpreise. Längerfristig sollten die Aussichten allerdings intakt sein.
Die UBS legt den Finger in dieselbe Wunde. Allerdings gehen die Analysten davon aus, dass die steigenden Rohmaterialpreise von sinkenden Finanzierungskosten kompensiert werden. Cheuvreux geht davon aus, dass Givaudan die höheren Kosten für Rohstoffe auf die Kunden abwälzen wird. Die Analysten gehen dabei jedoch von einer zeitlichen Verzögerung von drei bis sechs Monaten aus. Dies könnte die Margen im ersten Halbjahr 2011 belasten. Auch bei Helvea geht man davon aus, dass dies auf die Margen durchschlagen dürfte. Ebenso die Deutsche Bank, die meint, die Überwälzung dürfte bis zu sechs Monate dauern und somit kurzfristig auf die Marge schlagen.
Bezüglich Aktienbewertung sind die meisten Analysten auch nach den Kursverlusten seit Anfang Jahr noch ziemlich optimistisch. So bewertet etwa Jefferies das Givaudan-Papier mit "Buy" und Kursziel 1'170 CHF, ein "Buy" haben auch die UBS (1'070 CHF) und die Citigroup (1'050 CHF). Bei der ZKB ist das Rating weiter "Übergewichten". Givaudan sei Marktführer in einer attraktiven Industrie, das bereinigte KGV 2011 von 15,0 sei moderat, heisst es dort.
Die Bewertung "Neutral" oder "Hold" gibt es immerhin bei Helvea (1'090 CHF), Vontobel (1'080 CHF) und der Deutschen Bank (975 CHF). Sogar nur ein "Underperform" (975 CHF) gibt für die Givaudan-Aktien vom französischen Broker Cheuvreux.
uh/cc/ra

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