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Zürich (awp) - Die Titel der Gurit Holding AG rutschen am Montag im Handelsverlauf immer weiter ab. Die vom Hersteller von Hochleistungsverbundwerkstoffen am Freitag nach Börsenschluss vorgelegten Umsatzzahlen 2009 hätten durchweg enttäuscht, sagen Analysten. Der erhoffte Erholung im letzten Jahresviertel sei ausgeblieben und werde wohl auch eine Weile auf sich warten lassen.
Gurit büssen bis zum Mittag 11,8% auf 490 CHF ein, während der Gesamtmarkt (SPI) um 0,05% anzieht.
In seinen drei Hauptsegmenten setzte Gurit rund 28% weniger um; der Umsatz dieser drei Segmente betrug noch 307,3 Mio CHF. Von den drei Sparten erlitt der Schiffbau den stärksten Umsatzrückgang (zu konstanten Wechselkursen: -42%).
Bei der Sparte Windenergie, die Rotorflügel-Komponenten für Windkraftwerke produziert, ging der Umsatz um rund 17% zurück, bei Transport (Hauptkunde Airbus) sank der Umsatz um rund 18%. Die Verkäufe des Toggenburger Unternehmens lagen in allen Sparten unter den Erwartungen, stellte die ZKB am Montag in einem Marktkommentar fest.
Analysten legten ihren Fokus insbesondere auf das vierte Quartal 2009, von dem sie sich Anzeichen auf eine Erholung der Bestellungen erhofften. Doch wider den Erwartungen zeigte die Umsatzentwicklung bei Gurit im vierten Quartal keinerlei Anzeichen einer Erholung.
Denn im letzten Jahresviertel ging der Umsatz von Gurit im Vorquartalsvergleich um 1% zurück. Helvea weist darauf hin, dass der Umsatz damit in etwa auf dem gleichen Niveau gelegen habe, wie in dem von verlängerten Sommerferien geprägten Vorquartal. Immerhin sei damit die sequenzielle Umsatzabnahme nun deutlich geringer als in den Vorquartalen ausgefallen (3Q: -14%, 2Q: -13% und 1Q: -8%), stellt die ZKB fest.
Als Hoffnungsträger und vermeintlicher Hauptimpulsgeber für die Gurit-Aktie gilt das Geschäft mit Formbauteilen für die Betreiber von Windenergie-Parks. Die Sparte Windenergie steigerte den Umsatz zwar im vierten Quartal im Vorquartalsvergleich um 5%, Analysten hatten jedoch bedeutend mehr erwartet. Die Bank Vontobel beispielsweise hatte für die wichtigste Gurit-Sparte einen 25% höheren Umsatz veranschlagt. Die wichtigsten Gurit-Kunden hätten wohl besonders stark mit der Krise zu kämpfen, folgert Helvea.
Die längerfristigen Aussichten für Gurit sind im Urteil der Analysten vor allem dank der Windenergie intakt; die Anleger müssten wohl aber etwas länger auf die Erholung im Windenergiemarkt warten. Eine schnelle Erholung des Marktes erscheine im Lichte der jüngsten Zahlen zusehends unwahrscheinlich, denn die europäischen Windturbinenhersteller machten derzeit keine Anstalten, ihre Produktion anzukurbeln.
Zudem werde es Gurit im ersten Halbjahr 2010 nun schwer haben, sich mit der relativ starken Vergleichsbasis aus dem Jahr 2009 zu messen. Er stufe deshalb den Titel auf "Hold" von "Buy" zurück und kürze das Kursziel auf 620 (850) CHF, schreibt Vontobel-Analyst Patrick Rafaisz. Die ZKB bleibt bei ihrem Urteil "Marktgewichten".
ra/ch

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