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Zürich (awp) - Die Aktien von Kühne + Nagel gehörgen am Montag zu den grössten Verlierern, obschon der Logistikkonzern vorbörslich ein gutes Halbjahres-Ergebnis vorgelegt hat. Marktteilnehmer sprechen von einer kurzfristigen Reaktion, die nicht überwertet werden dürfe. Die Aktie habe einen guten Lauf hinter sich und sei daher stattlich bewertet, hiess es mit Blick auf die Gewinnmitnahmen. Die am Berichtstag aufgeflammten Befürchtungen um den Zustand der Weltwirtschaft täten ein Übriges dazu.
Kühne + Nagel Namen notieren um 13.15 Uhr 3,6% tiefer auf 108,80 CHF (bisheriges Tagestief 106,50 CHF). Der Gesamtmarkt - gemessen am SPI - steigt im Vergleich dazu um 0,15%.
Insgesamt lagen die Ergebnisse von Kühne + Nagel leicht über den Erwartungen der Analysten: Das Unternehmen übertraf die Konsensschätzungen beim Umsatz sehr deutlich. Der Bruttogewinn lag leicht unter, EBIT und Reingewinn hingegen waren leicht über den Markterwartungen.
Helvea-Analyst Chris Burger spricht von "eindrücklichen" Wachstumsraten der transportierten Volumen: Die Seefrachtvolumina haben sich im zweiten Quartal 2010 gegenüber dem Vorjahr um 23% und die Luftfrachtmengen um 31% erhöht. Die Volumen hätten in beiden Bereichen seine Erwartungen übertroffen, schliesst sich Vontobel-Analyst Michael Foeth an.
Wenig überraschend habe Kühne + Nagel unter den steigenden Frachtraten gelitten, die nur verzögert an die Kunden weitergegeben werden könnten. In der Folge sank der Bruttogewinn im Vergleich zum Vorjahr trotz massiv höherem Umsatz um 2,6%. Analysten gehen davon aus, dass sich die Situation normalisiert, sobald in der zweiten Jahreshälfte 2010 neue Kapazitäten zur Verfügung stehen.
Die Kosten seien jedoch im Griff: Mit 32,1% habe die Produktivität (EBIT/Bruttogewinnmarge) einen neuen Rekordwert erreicht. Die Relation sei sowohl bei See- als auch bei der Luftfracht höher als im Vorquartal ausgefallen, betont Foeth.
Als mögliches Haar in der Suppe ortet ZKB-Analyst Marco Strittmatter die kleine Verzögerung bei der versprochenen Margenerholung. Hatte das Unternehmen im Frühjahr bereits ab der Jahresmitte wieder "normale" Gewinnmargen in Aussicht gestellt, so wurden die Investoren heute auf das vierte Quartal 2010 vertröstet.
Als "erfreulich" wird der Ausblick von Kühne + Nagel bezeichnet. Die Firmenspitze ist hinsichtlich der weiteren Geschäftsentwicklung optimistisch und hat ihre Ziele für das Volumenwachstum in der See- und Luftfracht erhöht. Das Augenmerk gelte jedoch in erster Linie der Margenentwicklung, schreibt die ZKB weiter. Sobald die Frachtraten nicht mehr so stark steigen, werden im Urteil des zuständigen Analysten auch die Gewinne wieder kräftiger zulegen.
ra/uh

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