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Zürich (awp) - Die Titel von Lonza finden am Mittwochmorgen nach Zahlenvorlage grosses Interesse bei den Käufern und tendieren fest. In Analystenkommentaren wird der Zahlenausweis mehrheitlich als solide und ingesamt mehr oder weniger im Rahmen der Erwartungen bezeichnet. Hinsichtlich der weiteren Aussichten des Lifesciencekonzerns zeigen sich die Experten jedoch zurückhaltend und verweisen dabei auf die Rohmaterialpreise, das Wechselkursrisiko oder restriktivere Zulassungs-Praxis für der Gesundheitsbehörden.
Die Aktien steigen gegen 11.10 Uhr um 1,3% auf 73,00 CHF, das Tageshoch liegt bei 74,90 CHF. Bislang wurden 625'000 Titel gehandelt, das durchschnittliche Volumen der vergangenen Tage liegt bei 310'000 Stück. Der Gesamtmarkt (SMI) steht derweil 0,37% höher.
Das vom Basler Konzern für das Geschäftsjahr 2010 vorgelegte Ergebnis liegt auf den Stufen Nettoumsatz und EBIT zwar hinter den Konsensschätzungen zurück. Der Reingewinn fällt hingegen etwas höher als vom Markt erwartet aus. Die Experten der ZKB und der Privatbank Wegelin bewerten die Zahlen als "solide". Aus Sicht der Bank Vontobel sind die Zahlen "mehr oder weniger" wie erwartet ausgefallen und Sarasin bezeichnet das Ergebnis als "gemischt".
Das Jahresergebnis lag nach Ansicht der ZKB zwar beim Umsatz leicht unter den eigenen Schätzungen, konnte aber auf Gewinnstufe die Erwartungen erfüllen. Zudem sei der Freie Cashflow massiv von 51 Mio auf 336 Mio CHF gesteigert worden. "Wegen der substanziell erweiterten Projekt-Pipeline zeigt sowohl der wichtige Bereich Custom Manufacturing als auch Bioscience eine verbesserte Visibilität", schreibt Analyst Martin Schreiber.
Die Marktbeobachter der Bank Wegelin zeigen sich von der vorgelegten Bilanz ähnlich überzeugt wie die ZKB. Sie sei solide, aber ohne Überraschung, heisst es. Trotz des starken Wechselkurseinflusses habe die Marge nahezu gehalten werden können. Erfreulicherweise habe die verstärkte Auftragsvergabe der Kunden und die Einführung neuer Produkte zu einer höheren Auslastung geführt.
Etwas zurückhaltender gibt sich die Bank Vontobel. Die Zahlen des zweiten Halbjahrs seien "mehr oder weniger" wie erwartet ausgefallen. Die Kapazitätsauslastung im Bereich Biopharma sei Vergleich zu dem Niveau von 2008 gestiegen, liege jedoch weiterhin unter der optimalen Auslastung von 80% bis 85%.
Die Bank Sarasin schreibt von "eher gemischt" ausgefallenen Zahlen. Die Experten der Bank erwarten ebenso wie die meisten anderen Analysten künftig Gegenwind für Lonza. So werde der Nicht-Pharma-Bereich von der langsamen Erholung im Bereich Biological Manufacturing belastet, so Sarasin.
Hinsichtlich der weiteren Entwicklung verweist Vontobel auf die Stärke des Schweizer Frankens, die steigenden Rohmaterialkosten und die strengeren Zulassungsverfahren für neue Pharmazeutika. "Wir bleiben vorsichtig für das Jahr 2011 und werden die Erwartungen geringfügig anpassen", schreibt Analystin Carla Bänziger.
Aus Sicht von Wegelin dürfte Lonza für die Anleger mit einigen Unsicherheitsfaktoren behaftet bleiben. Der Konzern leide nach wie vor unter dem starken Franken, da ein grosser Anteil der Kosten im Stammwerk in Visp anfallen, die Einnahmen aber vorwiegend in EUR und USD erzielt würden.
Kopfschmerzen dürfte auch die zunehmend restriktivere Zulassungshandhabung der Gesundheitsbehörden (vor allem USA) bereiten. Diese höheren Hürden dürften zu höheren Auftragsschwankungen führen und damit die Planbarkeit/Visibiltät erschweren. "Gegen diese Symptome ist zur Zeit keine Pille in Sicht", so das Wegelin-Fazit.
Vontobel belässt das Rating "Hold" unverändert, die ZKB rät zum "Übergewichten", Sarasin bestätigt das Rating "Neutral".
ps/uh

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