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Zürich (awp) - Die Aktien von Lonza stehen am Montag stark unter Druck. Die Deutsche Bank hat die Papiere des Life-Science-Konzerns abgestuft. Die Analysten sehen die Geschäftsaussichten von Lonza von diversen Risiken belastet. Demgegenüber können die Aussagen von Lonza-CEO Stefan Borgas zu den strategischen Plänen des Unternehmens den Kurssturz nicht aufhalten.
Bis um 10.40 Uhr geben Lonza um 5,1% auf 69,50 (Tagestiefst: 68,90) CHF nach, währenddem der Gesamtmarkt (SMI) 0,53% verliert. Die Abgaben auf Lonza kommen bei relativ hohen Volumen zustande: Mit gut 380'000 gehandelten Titel wurde der Tagesdurchschnitt der vergangenen knapp sechs Wochen (240'000 Titel) bereits klar übertroffen.
Die Deutsche Bank senkte das Lonza-Rating auf "Sell" von zuvor "Hold" und das Kursziel auf 61,00 (78,00) CHF. Die Senkung reflektiere in erster Linie die Reduktion der Gewinnschätzungen, heisst es im Kommentar. Man gebe Lonza bezüglich der Wachstumsprojekte zwar Kredit, reduziere aber die EPS-Schätzungen wegen des starken Frankens, dem geringer vorhandenen Kostensenkungs-Potential (früher verbucht als erwartet) sowie dem schwierigeren Marktumfeld.
Die neuen EPS-Schätzungen für die Jahre 2010 und 2011 lägen nun um rund 20-25% unter den Konsensus-Erwartungen, so die Analysten der Deutschen Bank weiter. Die Strategie des Managements sei zwar gesund; doch bis die Konsensusschätzungen zurückgekommen seien, solle man der Aktie fern bleiben.
Derweil erklärte Stefan Borgas im Interview mit der "Finanz und Wirtschaft", dass er das Geschäft von Lonza breiter ausrichten will. Dies soll unter anderem mit dem Einstieg ins Geschäft mit Biosimilars geschehen, der in Zusammenarbeit mit der israelischen Teva in Angriff genommen wird. Die Biotech-Nachahmerprodukte sollen überdurchschnittliche Erträge generieren und Auftragsschwankungen glätten.
Laut der Bank Wegelin weisen Generika auf Basis von Biosimilars zweifelsohne grosses Potential auf und mit Teva habe Lonza scheinbar einen kompetenten Partner gefunden. Die "lukrative" Zukunftsvision sei wichtig, um die Anlagephantasien in Lonza wieder zu stimulieren. Allerdings seien die Pläne aufgrund ihrer Komplexität auch mit gewissen finanziellen Risiken behaftet, schreiben die Autoren des Wegelin-"BrunCH".
Das Unternehmen habe derzeit mit verschiedenen Problemen zu kämpfen, so der Wegelin-Bericht weiter. So dürften die restriktiv agierenden Zulassungsbehörden weitere Verzögerungen bei neuen Medikamenten und somit in der Wirkstoffproduktion mit sich bringen. Weiter setze der starke Franken insbesondere dem Stammwerk in Visp zu und lasse die Margen sinken.
Die Investoren wollten nach diversen Enttäuschungen zunächst "harte Fakten" sehen, bevor sie die Aktien erneut auf die Einkaufsliste nähmen, so der Wegelin-Bericht. Für geduldige Anleger biete jedoch das aktuelle Kursniveau ein Möglichkeit zum Positionsaufbau.
mk/ps

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