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Bern (awp) - Die Nestlé-Aktien haben nach einem sehr starken Beginn die Gewinne etwas abgegeben, stehen um die Mittagszeit aber weiterhin weit oben im SMI-Tableau. Der Nahrungsmittelriese hat im vierten Quartal mit einem überraschend starken organischen Wachstum überzeugt. Gelobt wird zudem die Bekräftigung des Nestlé-Modells für das laufende Jahr sowie die Erhöhung der Dividende. Für etwas Missmut bei Investoren sorgen einzig die mangelnden Angaben bezüglich eines weiteren Aktienrückkaufs.
Nestlé notieren nach einem 2,5% höheren Start um 12.10 Uhr noch 0,9% fester bei 52,90 CHF (bisheriges Tageshoch 53,85 CHF). Der Gesamtmarkt (SMI) steht derweil zur Berichtszeit rund 0,2% im Minus.
Die Analysten zeigen sich in ihren Kommentaren vom vorgelegten Abschluss sehr angetan. Die Bank Vontobel beispielsweise spricht von einem imposanten Umsatzwachstum im vierten Quartal. Dem Konzern sei im vierten Quartal eine Beschleunigung des organischen Umsatzwachstums auf 6,4% gelungen, so die ZKB. Damit habe Nestlé die diesbezüglichen Erwartungen klar übertroffen. Ein überzeugendes Zahlenset mit einem sehr starken Top-Line-Wachstum, meint auch der Broker Helvea. Die Bank Sarasin schreibt, dass die Zahlen für das vierte Quartal vor allem angesichts der hohen Vergleichswerte im Vorjahresquartal beeindruckend seien, besonders jene in der Zone Europa.
Erfreulich sei, dass Nestlé seine Preismacht offenbar ausspielen und die steigenden Rohstoffpreise auf die Konsumenten überwälzen könne, lobt die Bank Wegelin. Eine weitere positive Entwicklung sei die Verbesserung der Dynamik gewesen, besonders in den Märkten Americas und Europa, heisst es im Kommentar einer Grossbank. Diese meint weiter, dass die Umsatzkosten (COGS) um 40 Basispunkte gefallen seien, da Nestlé dank Effizienzgewinnen und Umsatz-Leverage in der Lage gewesen sei, die extrem hohen Rohmaterialpreise mehr als auszugleichen. Eine Leistung, die in der Branche wohl einzigartig sei.
Positiv gewertet wird von den Analysten zudem die Bekräftigung des sogenannten Nestlé-Modells für 2011 sowie die kräftige Erhöhung der Dividende. Die Dividendenerhöhung sei ein starkes Signal für eine starke Cashflow-Generierung, so ein Analyst. Zum bestätigten Nestlé-Modell heisst es in einem Kommentar, dies sei zwar nicht sehr aufschlussreich, impliziere aber, dass Nestlé die Auswirkungen der höheren Rohmaterialkosten entspannt zu sehen scheint. Sarasin findet den Ausblick angesichts der Rohstoffsituation überzeugend.
Etwas kritischer geht die ZKB mit den Zahlen um. Vor dem Hintergrund des noch moderaten Rohstoffkostenumfelds 2010 und des überdurchschnittlichen Wachstums der hochmargigen Bereiche Kaffee und Nutrition sei die erreichte EBIT-Marge etwas enttäuschend ausgefallen, heisst es dort. Die Bank Sarasin findet allerdings, die EBIT-Marge sei mit +30 Basispunkten zwar leicht unter den Erwartungen ausgefallen, dies allerdings bei um 100 Basispunkte erhöhten Marketingkosten.
Fragen wirft unter den Analysten auch der hohe Barmittelbestand von Nestlé auf. Vontobel hätte sich hier die Ankündigung eines weiteren Aktienrückkaufprogramms gewünscht. Für Wegelin wären Akquisitionen aus Sicht der Investoren zu begrüssen, um so die Preissetzungsmacht und die Produktediversifikation zu stärken. Ein anderer Markteilnehmer gab sich "überrascht, nichts über die Verwendung der überschüssigen Barmittel und des Cashflows zu hören".
uh/gab

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