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Zürich (awp) - Die Aktien der Nestlé SA haben am Freitag deutlich höher eröffnet, dies trotz einem starken Anstieg bereits am Vortag. Die vom Westschweizer Nahrungsmittelhersteller für das erste Quartal veröffentlichten Umsatzzahlen sind laut Marktteilnehmern überzeugend. Das organische Wachstum fiel deutlich über den Konsensschätzungen aus. Die Firmenverantwortlichen gaben sich ausserdem zuversichtlich, die mittelfristige Zielspanne auch im laufenden Jahr erreichen zu können.
Um 09.55 Uhr notiert das Papier 1,1% höher auf dem Stand von 53,85 CHF (bisheriges Tageshoch 54,10), aufgrund der starken Gewichtung der Aktie im Index wirkt sich dies auch auf den sonst eher schwachen Gesamtmarkt aus (SMI +0,2%). Bereits am Vortag hatte die Nestlé-Aktie - nach starken Zahlen des französischen Konkurrenten Danone sowie im Hinblick auf die heutigen Zahlenveröffentlichung - 1,3% zugelegt.
Die Zahlen werden in Analystenkreisen mehrheitlich wohlwollend kommentiert. Wegen der Frankenstärke (Wechselkurseffekt -9,8%) sei die effektive Umsatzentwicklung zwar nur knapp im Bereich der Konsensschätzungen gelegen. Sowohl das organische Wachstum als auch das Mengenwachstum seien aber deutlich besser als von den meisten Analysten erwartet ausgefallen, heisst es. Die Aussagen der Firmenverantwortlichen zur Erreichbarkeit der mittelfristigen Wachstums- und Margenprognosen und zu den Rohstoffpreisen werden ausserdem zum Teil als ermutigend bezeichnet.
Vontobel etwa spricht von "starken" Zahlen, wobei vor allem die Schwellenmärkte und der Bereich Nutrition stark ausgefallen seien. "Starkes Wachstum in Kategorien mit hohen Margen, was positiv ist", wird der Schluss gezogen. Das starke Volumenwachstum von 4,9% sei ausserdem auch ein gutes Zeichen für die Margenentwicklung. Der bestätige Ausblick beinhalte dagegen keine Überraschungen.
"Ein appetitlicher Start ins 2011, der die Markterwartungen beim organischen Wachstum als auch beim Mengenwachstum deutlich übertroffen hat", kommentiert man bei Wegelin. Der starke Schweizer Franken sorge allerdings für einen etwas bitteren Beigeschmack.
Etwas zurückhaltender ist die ZKB, die von Zahlen im Rahmen der Erwartungen spricht (organisch besser, Währungseffekt schlechter). Da der Währungseffekt vom Markt zudem auch im Gesamtjahr unterschätzt (Konsens Gesamtjahr -6%) und das zweite Quartal von der Währungsseite noch negativer werde (ZKB-Schätzung: -11,5%), könnte es trotz des guten organischen Wachstums zu leichten negativen Gewinnrevisionen kommen, meint der zuständige Analyst.
Die ZKB beurteilt das Papier denn auch nur mit dem Rating "Untergewichten" und zieht in Europa Danone vor. Vontobel dagegen empfiehlt weiter zum "Kauf" mit Kursziel 60 CHF. Auch Wegelin zeigt sich optimistisch. Nestle dürfte für langfristig-orientierte Anleger nach wie vor für Appetit sorgen.
Der geographisch breit diversifizierte Konzern verfüge über ein ausgezeichnetes Produkteportfolio mit starken Marken, das helfen dürfte, weitere Preiserhöhungen durchzusetzen. Ausserdem dürfte der ansteigende Wohlstand in den aufstrebenden Ländern die Nachfrage nach Nestlé-Lebensmittel versüssen, so die St. Galler Privatbanker. Weiteres Pro-Argumente für die Papiere sei ausserdem die zunehmende "Produkt-Premiumisierung", welche Margenerweiterung möglich machen sollte. Zudem setze Nestlé vermehrt auf gesunde Ernährung und dürfte damit beim Trend vorne dabei sein.
uh/ps

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