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Zürich (awp) - Die Aktien von Nestlé haben im frühen Freitags-Handel den Gewinn vom Vortag (wegen über den Erwarungen ausgefallenen Zahlen) wieder eingebüsst. Obwohl die Analysten-Kommentare zumeist recht freundlich sind, wird der Aktie aufgrund der Rohstoff- und Währungssituation sowie der Bewertung nicht allzu viel Potential zugebilligt. Die Zürcher Kantonalbank hat die Aktie nach den Zahlen entsprechend zurückgestuft.
Das Nestlé-Papier notiert um 10.30 Uhr 1,0% tiefer bei 52,40 CHF, am Donnerstag hatten die Nestlé-Aktien am Schluss 0,9% zugelegt. Der Gesamtmarkt (SMI) legt leicht zu, wobei die Nestlé-Aktien aufgrund ihres Gewichtes einen grösseren Gewinn verhindern.
Die ZKB hat das Papier am Freitag auf "Untergewichten" von "Marktgewichten" zurückgestuft. Alleine aufgrund der höheren Inputkosten (von Nestlé auf +8-10% geschätzt) müsste der weltgrösste Nahrungsmittel-Hersteller die Preise um 2,4 bis 2,9% erhöhen, was nicht ganz einfach werden dürfte, meint Analyst Patrik Schwendimann in seinem Kommentar. Positiv sei allerdings sicherlich, dass die ganze Industrie mit höheren Rohstoffkosten zu kämpfen habe. 2008 seien zwar Preiserhöhungen von 5,5% gelungen, damals sei das wirtschaftliche Umfeld für die Konsumgüterindustrie aber wesentlich besser gewesen, meint er.
Aber auch Schwendimann wiederholt, was bereits am Vortag ganz klar Tenor bei praktisch allen Analysten war: Das Momentum beim organischen Wachstum mit 6,4% im vierten Quartal bzw. 6,0% im Gesamtjahr (ex Alcon) ist hoch. Er erwartet für 2011 ebenfalls ein organisches Umsatzwachstum von 6,0% inklusive ein Preiseffekt von 2,5% und eine Verbesserung der EBIT-Marge um 20 Basispunkte.
Zur Aktie meint er aber, dass sie im Branchenvergleich eher hoch bewertet sei. Verglichen mit dem SPI bestehe eine Prämie von 30% gegenüber einem historischen Abschlag von 5%. Und auch im Branchenvergleich sei Nestlé eher hoch bewertet. Gegenüber dem französischen Konkrrenten Danone etwa bestehe eine Prämie von 6% gegenüber einem historischen Abschlag von 11%, gegenüber Unilever sei es eine Prämie von 14% gegenüber üblichen 10%. Die ZKB geht daher für die kommenden Monate von einer gegenüber dem SPI unterdurchschnittlichen Kursentwicklung aus und stuft das Papier zurück.
Lediglich ihr Kursziel etwas gesenkt haben die Analyten von Goldan Sachs (auf 57,90 von 59,50 CHF) und Merrill Lynch (auf 56 von 58 CHF), wobei letztere ebenfalls ein "Underperform"-Rating auf der Aktie hat. Diverse Institute wie etwa UBS, JPMorgan, Kepler oder Cheuvreux empfehlen die Aktie allerdings weiter zum "Kauf" oder zum "Übergewichten".
uh/ra

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