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Zürich (awp) - Die Papiere des Pharmakonzerns Novartis stechen zum Wochenschluss mit deutlichen Gewinnen aus einem leichteren Gesamtmarkt hervor. Marktbeobachter verweisen auf den Rückschlag beim deutschen Mitbewerber Merck im Rennen um die erste MS-Behandlung in Europa in Tablettenform. Der am Berichtstag kommunizierte Verkauf der US-Rechte am Medikamente Enablex wird hingegen als kursneutral eingestuft.
Novartis Namen rücken bis um 09.30 Uhr um 1,3% auf 56,25 CHF vor, während der Gesamtmarkt (SMI) 0,28% einbüsst.
Die Cladribin-Tabletten von Merck KGaA hätten die erste orale MS-Behandlung in Europa sein können - hätte nicht der Ausschuss für Humanarzneimittel (CHMP) jetzt eine negative Stellungnahme abgegeben. Das sei zwar eine Enttäuschung für Merck, aber eine gute Nachricht für Novartis, schreibt die Bank Vontobel in einer Stellungnahme.
Damit dürfte nun das Novartis-eigene Medikament Gilenia zur ersten oralen MS-Therapie in Europa avancieren. Der zuständige Analyst Andrew Weiss rechnet Ende 2010 oder Anfang 2011 mit einer positiven Stellungnahme des CHMP zu Gilenia und attestiert dem Präparat einen Spitzenumsatz von 3 Mrd USD.
Novartis hatte bereits in den USA die Nase vor: Gilenia erhielt vor zwei Tagen die Marktzulassung in den USA, während Merck von der US-Gesundheitsbehörde FDA erst einmal zurückgestellt wurde. Nach Ansicht von Experten könnte die heutige CHMP-Entscheidung darauf hindeuten, dass das Feld für Novartis nun ganz frei wird. Denn die FDA könnte sich von dem Votum gegen die Tablette in Europa beeinflussen lassen, sagten Händler.
In den USA dürfte die finale Entscheidung zu Cladribin im vierten Quartal fallen. Würde Merck auch in den USA eine endgültige Absage erteilt bekommen, würden die Deutschen im Rennen mit Novartis bei oral verabreichten Medikamenten gegen MS weiter zurückfallen, hiess es.
Die Auswirkungen des Verkaufs der US-Rechte von Enablex auf die Schätzungen der Analysten sind indes geringfügig. Weiss erachtet den Schritt vielmehr als Zeichen dafür, dass die neue Geschäftsführung von Novartis diesem Produktangebot Priorität zumisst und das Unternehmen weg von der Grundversorgungsmedizin und hin zu Spezialprodukten ausrichten möchte.
ra/ps

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