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Zürich (awp) - Die Aktien der Compagnie Financière Richemont notieren am Mittwoch im Morgenhandel schwächer in einem nachgebenden Markt. Die Luxusgüter-Aktien würden unter Gewinnmitnahmen leiden, nachdem die Titel seit Ende August im Vorfeld des heute publizierten, starken 5-Mte-Trading-Statement für das Geschäftsjahr 2010/11 bereits deutlicher avancierten, so Marktbeobachter. Für die ersten fünf Monate weist Richemont hohe Umsatzzuwachsraten aus und stellt einen markant höheren Halbjahresgewinn in Aussicht. Für den weiteren Verlauf des Geschäftsjahres gibt sich das Management wegen der höheren Vergleichsbasis und konjunkturellen Vorbehalten vorsichtig.
Bis um 11.10 Uhr sinken die Richemont-Aktien um 1,3% auf 41,30 CHF. Der SMI verliert um 0,6%; Swatch geben um 0,9% nach. Ende August notierten die Richemont-Aktien noch auf 39,46 CHF.
Analysten bewerten die Umsatzentwicklung von Richemont in den ersten fünf Monaten positiv. Sie sprechen so von einem "starken Wachstum", einer "klaren Erholung" oder einem gar "exzellenten Wachstum". Die Bewertungen der Aktie gehen hingegen auseinander.
"Richemont hat sich (...) in die Spitzengruppe der Luxusgüterbranche eingereiht", kommentiert Patrik Schwendimann von der Zürcher Kantonalbank (ZKB). Das gehaltene hohe Wachstumstempo des Monats April und der starke Währungseffekt habe für die "klar über den Erwartungen liegende Umsatzentwicklung" gesorgt. Der Umsatz in den eigenen Boutiquen sei mit +24% ohne Akquisition klar besser als erwartet und ein Indiz dafür, dass der Umsatz von der Endnachfrage getrieben werde und nicht nur vom Lageraufbau bei den Dritt-Retailern, heisst es weiter. Das organische Wachstum bei den Uhrenmarken sei als stärker ausgefallen als in der Uhrenexportstatistik ausgewiesen.
Mit einem 12-Mte-KGV von 15,9 mal hält die ZKB die Aktie im Branchenvergleich für attraktiv bewertet. Dies auch vor dem Hintergrund, dass bei Richemont auf Umsatz- und EBIT-Stufe nach den starken Zahlen weiteres Revisionspotenzial bestünde. Die ZKB empfiehlt in den Titeln folglich ein "Übergewichten".
Auch für René Weber von der Bank Vontobel liegt Richemont mit den Umsatzzuwachsraten vor der "Peer-Gruppe", mit Ausnahme von Swatch. Dabei sei das Wachstum in Asien erwartungsgemäss stark ausgefallen, im gesamtamerikanischen Raum sehr stark und in Europa überraschend hoch. Weber stellt in Aussicht, die Prognosen nach oben zu korrigieren und indiziert dabei ein Plus um 8%. Die Nettoliquidität von 1,9 Mrd EUR ermögliche es dem Unternehmen, eine Spezialdividende auszuschütten oder Aktien zurückzukaufen. Vontobel bestätigt die Einstufung der Titel mit "Buy" (Kursziel: 50 CHF).
Richemont sei positioniert, um sich trotz negativer Wechselkurs- und Goldpreiseffekte gut zu entwickeln, so das Fazit von Alessandro Migliorini von Helvea. Er hält an der "Buy"-Empfehlung (Kursziel: 50 CHF) fest.
Die Verkäufe seien vor allem bei Montblanc und im Markt Americas über den Erwartungen ausgefallen, schreibt der zuständige Analyst von Cheuvreux. Der Ausblick sei allerdings wie erwartet ausgefallen. Cheuvreux bewertet die Aktie mit "Underperform" (Kursziel: 42 CHF).
Mit "Neutral" (Kursziel ebenfalls 42 CHF) stuft die UBS die Richemont-Aktie ein. Im zweiten Halbjahr 2010/11 werde das Umsatzwachstum schwieriger und dürfte der starke Schweizer Franken sich negativ auswirken, heisst es bei der Grossbank.
rt/ra

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