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(Ergänzt um weitere Analystenkommentare)
Zürich (awp) - Die Aktien der Swatch Group legen am Dienstag kräftig zu und stehen im Blue-Chips-Segment an der Spitze. Der Uhrenkonzern hat die Anleger mit rekordhohen Gewinnzahlen für das Geschäftsjahr 2010 überzeugt, nachdem bereits Mitte Januar ein Rekordumsatz gemeldet werden konnte. Mit Blick auf den weiteren Geschäftsverlauf gibt sich der Uhrenkonzern nach wie vor zuversichtlich, mittelfristig wird ein Umsatzniveau von 10 (2010: 6,44) Mrd CHF angestrebt. Eher enttäuschend sei der Dividendenvorschlag an die Aktionäre ausgefallen, meinen Analysten.
Die Inhaberaktien von Swatch sind mit einem Plus von einem Prozent in den Handel gestartet und haben im Anschluss daran das Kursplus ausgebaut. Bis um 11.30 Uhr gewinnen Swatch Inhaber 2,0% auf 399,00 CHF, der Tageshöchstkurs steht aktuell bei 401 CHF. Damit ist es der Swatch-Aktie noch nicht gelungen, die Marke bei 400 CHF nachhaltig zu übertreffen. Bislang wurden rund 152'000 Titel gehandelt, während das Tagesdurchschnittsvolumen seit Jahresbeginn bei 250'000 liegt. Der Gesamtmarkt (SMI) steigt derzeit um 0,23%.
Swatch hat mit dem operativen Ergebnis und dem Reingewinn die Konsens-Erwartungen der Analysten übertroffen. Swatch habe ein sehr gutes Zahlenset für das Geschäftsjahr 2010 vorgelegt, heisst es in einem Kurzkommentar der UBS. Andere Analysten sprechen von einem soliden Gewinnausweis, der im Anschluss an die starke Umsatzpublikation habe erwartet werden können.
Swatch habe trotz dem schwierigen Währungsumfeld und höheren Rohmaterialkosten sehr gute Fortschritte in der Entwicklung der Marge gemacht, so Alessandro Migliorini von Helvea. Er rechnet im Jahr 2011 mit einer weiteren Margenverbesserung. Seine Einschätzung belässt der Helvea-Analyst auf "Neutral" mit einem Kursziel von 380 CHF.
René Weber von der Bank Vontobel wird seine Gewinnschätzungen für Swatch für die Jahre 2011 und 2012 um rund 5% anheben, belässt das Rating auf "Hold" (Kursziel: 440 CHF). Die Ergebnisse bezüglich EBIT und Nettogewinn hätten die Erwartungen übertroffen. Dagegen falle die Reduktion der Ausschüttungsquote etwas enttäuschend aus. Schliesslich weise die Gruppe noch immer eine hohe Nettoliquidität von 1,8 Mrd CHF auf.
Auch für Patrik Schwendimann von der ZKB ist die vorgeschlagene Dividendenerhöhung um 25% eine leichte Enttäuschung. Bei dem aktuell sehr hohen Cash-Bestand von Swatch sei am Markt diesbezüglich wohl noch etwas mehr erwartet worden. Nach der starken Umsatzpublikation im Januar hatte Schwendimann bereits mit sehr guten Ergebnissen gerechnet. Insofern habe der Gewinnausweis in etwa seine Erwartungen getroffen, so der ZKB-Analyst.
Schwendimann senkt das Rating für Swatch auf "Untergewichten" nach zuvor "Marktgewichten". Nach der sehr starken Kursentwicklung der letzten Monate und Jahre (die Aktie befindet sich um rund 240% über dem Kurstief aus dem Jahr 2008) dürfte es kurzfristig zu einer Konsolidierung kommen, so die Begründung.
Gemäss den Marktkommentatoren der Bank Wegelin dürfen sich die Anleger über den höchsten Gewinn in der Geschichte von Swatch freuen. Die Strategie einer breiten Uhrenpalette, die von Luxusuhren bis ins Tiefpreissegment reicht, scheine sich auszuzahlen. Weiter dürfte die ohnehin schon starke Stellung in den Wachstumsmärkten dem Unternehmen in Zukunft noch mehr Umsatz einbringen. Als Unsicherheitsfaktor sehen die Wegelin-Autoren allerdings die Inflationsentwicklung in China, was weiteres Wachstum dämpfen könnte.
mk/cc

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