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Zürich (awp) - Die Aktien der Swiss Life sind am Dienstag nach enttäuschenden Angaben zum Geschäftsverlauf in einem etwas schwächeren Gesamtmarkt stark unter Druck gekommmen. Die Papiere eröffneten den Handel bereits im Minus und bauten im Anschluss daran die Abgaben deutlich aus. Der Lebensversicherer musste einen Rückgang des Prämienvolumens hinnehmen, und auch die Kennzahl zur Solvabilität ging seit Jahresbeginn zurück. Erfreut zeigten sich die Analysten hingegen über das Wachstum in der Schweiz.
Bis um 12.45 Uhr sinken Swiss Life um 4,6% auf 150,40 (Tagestiefst: 147,90) CHF, dies nachdem die Papiere den Handel mit einem Minus von 1,4% eröffnet hatten. Die Kurse kommen bei überdurchschnittlich hohen Volumen zustande. Bis zum Berichtszeitpunkt wechselten über 385'000 Aktien den Besitzer. Demgegenüber beträgt das Tagesdurchschnittsvolumen seit Anfang April knapp 115'000. Der Gesamtmarkt (SPI) gibt um 0,36% nach.
Swiss Life wusste laut Bank Wegelin im ersten Quartal mit Ausnahme der erfreulichen Entwicklung im Schweizer Markt nicht zu überzeugen. Im Geschäft mit vermögenden Privatkunden (PPLI) sei zwar aufgrund des Wegfalls der italienischen Steueramnestie mit einem Rückgang zu rechnen gewesen, das tatsächliche Ausmass scheine aber auf den ersten Blick dennoch substanziell. Weiter dürfte auch der Rückgang der Solvabilitätsratio den Anlegern kaum Freude bereiten, so die Wegelin-Autoren.
Swiss Life habe im Heimmarkt erstmals seit Jahren äusserst solide Wachstumsraten verzeichnet, meint Vontobel-Analyst Stefan Schürmann. Die im Verlauf der letzten Jahre getroffenen Effizienz-Massnahmen schienen Früchte zu tragen. Allerdings seien das niedrigmargige PPLI-Geschäft und auch die Aktivitäten in Frankreich und Deutschland hinter den Erwartungen zurückgeblieben.
Auch Georg Marti von der ZKB und Fabrizio Croce von Kepler heben die Entwicklung von Swiss Life in der Schweiz als erfreulich hervor. Dies sei auf die nach wie vor starke Marke zurückzuführen, meint Croce. Er empfiehlt daher, das mit Reputationsrisiken verbundene PPLI-Geschäft so rasch als möglich abzustossen.
Die Gruppensolvenz sei infolge des Zinsanstiegs rückläufig, so Georg Marti. Die Solvenzquote bleibe aber weiterhin genügend.
Unterschiedlich fallen die Meinungen zur Entwicklung beim Finanzvertrieb AWD aus. Während der AWD die Gewinn- und Umsatzerwartungen der Bank Vontobel nicht ganz erfüllen konnte, zeigt sich Fabrizio Croce über die schwarzen Zahlen auf Stufe EBIT und das stabile Wachstum erfreut.
Der AWD verfehlte auch die Vorgaben der Bank Helvea. Dies habe insbesondere mit Restrukturierungskosten in der österreichischen Einheit zu tun, schreibt Analyst Tim Dawson. Gemäss den Autoren der Bank Wegelin scheint das Sorgenkind AWD trotz verbessertem Marktumfeld nicht aus den Startblöcken herauszukommen.
Dennoch glauben die meisten Analysten an ein Investment in Swiss Life. Die ZKB hält an ihrer Einstufung mit "Übergewichten" fest und Vontobel sowie Helvea bestätigen ihre "Kauf"-Empfehlungen. Vontobel-Analyst Schürmann sieht zudem keinen Grund, das Kursziel von 185 CHF anzupassen.
mk/rt

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