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Zürich (awp) - Die Aktien der Transocean Ltd notieren am Donnerstagvormittag deutlich fester. Der Ölbohrkonzern hat im zweiten Quartal angesichts gesunkener Tagesraten und geringerer Auslastung einen Umsatz- und Gewinnrückgang ausweisen müssen, damit aber über bzw. im Rahmen der Analystenschätzungen abgeschnitten. Im Fokus stehen einmal mehr Neuigkeiten im Zusammenhang mit dem Unglück im Golf von Mexiko.
Bis um 10.27 Uhr gewinnen die Titel 3,1% auf 58,55 CHF, während der Gesamtmarkt (SMI) derweil 0,1% verliert. Am Vortag hatten die Valoren mit einem Gewinn von 8,4% geschlossen und in den vergangenen Tagen um gut 20% zugelegt. Gegenüber den Höchstständen im April ergibt sich jedoch noch immer ein Verlust von 43%.
Trotz der Verzögerung bzw. Unsicherheiten bei der Dividendenauszahlung wertet die ZKB die Neuigkeiten als positiv. Dies vor allem wegen einer starken Schadenersatz-Klausel im Vertrag mit BP, in der Transocean freigestellt werde. Analyst Martin Schreiber betont, Transocean werde gemäss der im Rahmen der Quartalsberichterstattung veröffentlichten Regelung "ohne Begrenzung und ohne Berücksichtigung der Ursache bzw. der Ursachen entschädigt, auch wenn vorsätzliches Fehlverhalten oder Grobfahrlässigkeit seitens der freigestellten Partei vorliegt".
Zum über den Erwartungen ausgefallen Gewinnn schreibt die ZKB, es seien im Zusammenhang mit dem "Deepwater Horizon"-Wegfall und entgegen den Erwartungen keine Rückstellungen gebildet, sondern unfallbedingte Kosten von 82 Mio USD direkt verbucht worden. So habe der EBIT die Schätzungen deutlich übertroffen.
Aufgrund der vielschichtigen "Deepwater Horizon"-Thematik werde die Aktie weiterhin volatil bleiben und stark von den Auswirkungen des tragischen Unfalls abhängen. Die ZKB-Einstufung lautet "Marktgewichten".
Auch die Bank Vontobel verweist auf die Frage der Haftbarkeit. Transocean habe die Position bekräftigt, dass der Benutzer der Plattform für Schäden aus der Explosion und des Öllecks aufkommen müsse. Analyst Fabian Häcki sieht die Geschäftsentwicklung im Rahmen der Erwartungen, die Risiken im Zusammenhang mit Gerichtsverfahren überschatten seiner Meinung nach jedoch den Zahlenausweis.
Investoren sollten sich an der Seitenlinie positionieren, bis etwas mehr Klarheit über die finanziellen Auswirkungen des Öllecks herrsche, heisst es bei Vontobel. Das "Hold"-Rating wird bestätigt, das Kursziel von 65 CHF überprüft.
cc/cf

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