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Albanien: Mit Kurzausbildung ins Berufsleben

Offiziell ist in Albanien jeder Fünfte arbeitslos. Tatsächlich dürfte die Arbeitslosenrate jedoch bei 40% liegen.

Betroffen sind insbesondere junge Leute. Zwei Drittel der Jugendlichen treffen ohne berufliche Ausbildung auf den Arbeitsmarkt.

In Albanien sind Arbeitsplätze für Schulabgänger Mangelware und erfordern oft andere als an den Schulen geförderte Fähigkeiten.

Die zahlreichen öffentlichen Berufsschulen wiederum haben wegen fehlender finanzieller Mittel, dürftiger und ungenügender Ausrüstung, veralteter Lehrpläne und -methoden sowie restriktiver Weisungen der Regierung grosse Mühe, attraktive und effiziente Lehrgänge anzubieten.

Eigens entwickelte Lehrpläne

In modulartig aufgebauten Kurzkursen wird jungen Leuten die Gelegenheit geboten, sich in verschiedenen Berufen Fachwissen anzueignen.

Nach durchschnittlich 285 Kursstunden sind die Teilnehmer und Teilnehmerinnen laut der DEZA in der Lage, ein Einkommen zu erzielen und ihre persönliche Lebenssituation zu verbessern.

Die Ausbildung wird von Handwerksbetrieben sowie öffentlichen und privaten Lehrinstitutionen mittels eigens entwickelter Lehrpläne angeboten. Die Qualität der Ausbildungskurse wird laufend überwacht.

Die effektiven Kurskosten betragen durchschnittlich 140 Franken pro Kursteilnehmer und Modul und werden zu zwei Dritteln durch das Projekt subventioniert.

Der Beitrag der Teilnehmenden wird laufend an die Nachfrage des Marktes angepasst, um ein Überangebot in einzelnen Berufsgattungen zu vermeiden. Die Ausbildungsgänge werden seit September 2001 von Swisscontact (Zürich) im Auftrag der DEZA realisiert.

Vielversprechende Resultate

Die Kurse entsprechen offensichtlich einem grossen Bedürfnis, haben doch seit Beginn über 4'500 Personen teilgenommen. Ein halbes Jahr nach Besuch des letzten Moduls hatten 84% eine Arbeit gefunden, gegenüber 12% vor dem Kursbesuch.

Inhalt und Qualität der Kurse kommen gut an, der grösste Teil der Kursabsolventen ist bereit, ein höheres Kursgeld zu bezahlen.

Das Projekt erzielt eine erfreuliche Breitenwirkung – das albanische Arbeitsministerium hat einige der vom Projekt entwickelten Lehrgänge übernommen und bietet nun identische Kurse an.

swissinfo

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