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Alfred M. Rüssli wird neuer Verwaltungsrats-Präsident der Ascom

Der 70-jährige Verwaltungsrats-Präsident des Berner Fernmeldekonzerns Ascom, Felix M. Wittlin, tritt im Mai 2000 altershalber von seiner Funktion zurück. Einstimmig zu seinem Nachfolger gewählt wurde der 57-jährige Alfred M. Rüssli (Bild).

Dieser Inhalt wurde am 27. Dezember 1999 - 11:23 publiziert

Der 70-jährige Verwaltungsrats-Präsident des Berner Fernmeldekonzerns Ascom, Felix M. Wittlin, tritt im Mai 2000 altershalber von seiner Funktion zurück. Einstimmig zu seinem Nachfolger gewählt wurde Alfred M. Rüssli (Bild), wie Ascom-Sprecher Peter Jenni am Montag (27.12.) mitteilte. Der Diplom-Ingenieur Rüssli war Mitte Mai von der Ascom-Generalversammlung (GV) ohne Opposition in den Verwaltungsrat gewählt worden.

Vorstellung im Frühjahr 2000

Der neue Ascom-Verwaltungsrats-Präsident will sich vorerst nicht zu seinen Absichten äussern. Rüssli werde an der kommenden Bilanzmedienkonferenz im Frühjahr 2000 Stellung nehmen, so Jenni.

Für den Zürcher Privatbankier Ernst Müller-Möhl, der letzten Mai zusammen mit Rüssli in den Ascom-Verwaltungsrat gewählt worden war, ist Rüssli der 'Wunschkandidat'. Rüssli sei genau die Verstärkung, die er sich marketingmässig für Ascom gewünscht habe, sagte Müller- Möhl am Montag auf Anfrage.

Müller-Möhl erwartet von Rüssli, dass er die Strategie des Verwaltungsrates zur Margenverbesserung und für höheres Wachstum konsequent durchführen wird.

Der richtige Mann für Vorwärtsstrategie

Bei Ascom sei in den letzten Jahren Einiges passiert: gewisse Altlasten seien bereinigt und Kosteneffizienz eingeführt worden. Erst jetzt sei Ascom, auch weil neue Investoren gefunden worden seien, 'richtig bereit, eine orwärtsstrategie an die Hand zu nehmen'.

Der gesamte Verwaltungsrat sei der Meinung, dass Rüssli der richtige Mann für diese neue Phase sei, betonte Müller-Möhl. Es habe durchaus Überzeugungs- arbeit gebraucht, um Rüssli von seinem guten Job, den er heute innehabe, wegzulocken und ihn für diese Aufgabe zu gewinnen.

Langjähriger Unisys-Manager

Rüssli kennt die in der Regel stark auf die Börse ausgerichtete Unternehmens kultur in den USA bestens. Er arbeitet seit 1970 für den US-Computerkonzern Unisys. Seine Sporen abverdient hat der Manager in der Schweiz. So war er unter anderem Konzernchef und Verwaltungsratspräsident der Unisys (Schweiz).

1996 machte er im Unisys-Konzern einen weiteren Karrieresprung und übernahm als Vizepräsident Computer Systems Groups für Unisys Europa, den Nahen Osten und Afrika die Verantwortung. Seit 1997 ist Rüssli als Vizepräsident Marketing Computer Systems am Unisys Hauptsitz in Philadelphia tätig.

Wittlin tritt ab

Felix M. Wittlin, ehemaliger Rüstungschef der Schweizer Armee, hatte sein Amt an der Ascom-Spitze im Frühjahr 1994 unter schwierigen Bedingungen angetreten. 1993 stand Ascom mit einem Verlust von rund 337 Mio. Fr. und einer rekordhohen Verschuldung am Rande des Abgrunds.

Unter dem Führungsduo Wittlin und dem damaligen Konzernchef Fred Sutter schaffte der Konzern bereits ein Jahr später die Wende. Die Rückkehr in die Gewinnzone musste jedoch mit einem massiven Stellenabbau erkauft werden.


SRI und Agenturen

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