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Bei den Angriffen auf die Konzerthalle Bataclan, mehrere Restaurants und das Fussballstadion Stade de France töteten Terroristen 130 Menschen. (Archivbild)

KEYSTONE/EPA/CHRISTOPHE PETIT TESSON

(sda-ats)

Ein Franzose, der sich nach den Pariser Anschlägen vom November 2015 fälschlich als Opfer ausgegeben hatte, ist wegen versuchten Betrugs zu sechs Monaten Gefängnis verurteilt worden. Er hatte eine Entschädigung verlangt, war in Wahrheit aber gar nicht dort gewesen.

Der 29-Jährige erhielt von einem Gericht in Versailles am Freitag darüber hinaus eine Bewährungsstrafe von 18 Monaten. Der Rettungssanitäter hatte vorgegeben, er habe das Attentat auf die Konzerthalle Bataclan überlebt, bei dem 90 Menschen getötet wurden. Er verlangte eine Entschädigung aus dem Fonds für Überlebende von Attentaten.

Gegenüber Medien berichtete er überzeugend, wie er den Angriff im Bataclan erlebt habe. Er trat auch einer Gruppe aus Überlebenden des Anschlags bei und liess sich - wie viele von ihnen - eine Marianne, das Symbol der französischen Republik, tätowieren.

Das Gericht verurteilte ihn wegen versuchten Betrugs. An Geld aus dem Fonds kam er nie, weil es an Beweisen mangelte. Nach einem Jahr kamen ihm die Behörden auf die Schliche, weil seine Angaben nicht mit bestimmten Fakten übereinstimmten. Ermittlungen ergaben, dass er zum Zeitpunkt des Angriffs 30 Kilometer vom Bataclan entfernt war und erst anschliessend dort auftauchte.

Bei den Angriffen auf die Konzerthalle Bataclan, mehrere Restaurants und Cafés sowie das Fussballstadion Stade de France waren am Abend des 13. November 2015 insgesamt 130 Menschen getötet und mehr als 350 verletzt worden. Zu den Attentaten bekannte sich die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS).

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SDA-ATS