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Bär M29 am 26. Mai im Eriz. Das Foto sorgte für Furore, weil es der erste Nachweis eines wilden Bären im Kanton Bern seit 190 Jahren war.

Jagdinspektorat des Kantons Bern

(sda-ats)

Der erste Bär seit 190 Jahren, der im Kanton Bern gesichtet wurde, stammt aus dem Trentino in Norditalien. Zu diesem Schluss kommt die Koordinationsstelle für Raubtiermonitoring (Kora), die den Lebenslauf des Tiers nachgezeichnet hat.

Der Bär hatte im vergangenen Mai für Aufsehen gesorgt, als er in der Gemeinde Eriz fotografiert werden konnte. Der Kanton Bern feierte die Rückkehr seines Wappentiers damals als "historischen Moment".

Im Laufe dieses Jahres wurde der Bär noch mehrmals gesichtet. Seit dem 11. September fehlen aber Hinweise auf seinen Aufenthaltsort, wie die bernische Volkswirtschaftsdirektion am Donnerstag mitteilte. Ob das scheue Tier noch im Kanton Bern lebt oder sich wieder auf Wanderschaft begeben hat, ist nicht bekannt.

Zur Welt kam der "Berner Bär" wohl im Winter 2013 im norditalienischen Naturpark Adamello-Brenta. Nach der Trennung von seiner Mutter wanderte er Richtung Westen. Die Schweizer Grenze überquerte er sehr wahrscheinlich im April 2016 westlich des Splügenpasses.

In der Folgezeit hielt sich M29 - so die wissenschaftliche Bezeichnung des Bärs - in den Kantonen Graubünden, Uri und Schwyz auf. In diesem Frühling wurde er in verschiedenen Urner Tälern beobachtet, ehe er sich grossräumiger zu bewegen begann.

Im Mai 2017 wurden Spuren auf dem Sustenpass gefunden, der die Kantone Uri und Bern verbindet. Am 26. Mai folgte das berühmte Foto im Eriz. Ein genetischer Nachweis gelang erst wieder im September 2017 im Gental (Gemeinde Innertkirchen). Danach verliert sich die Spur des Bären.

Mit vier Jahren gilt dieser nun als erwachsen. Und ein Problembär ist er bislang definitiv nicht: Der einzige bekannte Schaden, den er in der Schweiz anrichtete, geht auf den 17. April 2017 zurück. Damals brach M29 in ein Bienenhäuschen im Kanton Uri ein.

http://tinyurl.com/bernerbaer

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SDA-ATS