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An den Streiks beim Online-Versandhändler Amazon haben sich in der vergangenen Woche nach Gewerkschaftsangaben mehrere tausend Mitarbeiter beteiligt. Die Streikbeteiligung an fünf Standorten lag an den meisten Tagen bei rund 2000 Beschäftigten und teils auch darüber.

Das teilte die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi am Samstagabend mit. Zum Wochenende hin habe die Zahl der Teilnehmer wegen der unterschiedlichen Feiertage in den jeweiligen Bundesländern zwar etwas abgenommen, dennoch sprach Verdi von einer "erfolgreichen Streikwoche".

"Die Beschäftigten haben sich mit viel Engagement, Mut und Entschlossenheit an den Arbeitsniederlegungen an fünf Standorten beteiligt und durch weitere kreative Aktionen gezeigt, dass sie sich nicht einschüchtern lassen und für ihre Rechte einstehen", erklärte Verdi-Bundesvorstandsmitglied Stefanie Nutzenberger.

"Solange der Versandhändler Amazon einen Tarifvertrag verweigert, können die Streiks jederzeit weitergehen. Das betrifft ausdrücklich auch das Weihnachtsgeschäft."

Am Montag hatten die Amazon-Mitarbeiter den Ausstand begonnen. Gestreikt wurde an den Standorten Bad Hersfeld (Hessen), Graben (Bayern), Rheinberg und Werne (beide Nordrhein-Westfalen) sowie Leipzig. Verdi will für die Amazon-Beschäftigten Tarifverträge nach den Konditionen des Einzel- und Versandhandels durchsetzen. Amazon lehnt dies ab.

Amazon hat in Deutschland insgesamt neun Logistikzentren an acht Standorten. Dort werden Warensendungen zusammengestellt und an Kunden verschickt. Der Konzern beschäftigt hierzulande nach eigenen Angaben über 9000 festangestellte Mitarbeiter.

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SDA-ATS