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Er stammte aus der einst reichsten Familie der USA und war dennoch eine der tragischsten Figuren der vergangenen Jahrzehnte: John Paul Getty III., Milliardärsenkel, Entführungsopfer und schliesslich Schauspieler, ist tot. Er starb bereits am Sonntag im Alter von 54 Jahren, wie die "Washington Post" am Dienstag berichtete.

Getty litt seit Jahrzehnten unter schwersten gesundheitlichen Problemen, die zum Teil von einer Entführung 1973, vor allem aber von seiner Drogensucht herrührten. Der fast blinde und gelähmte Getty hatte an der Beerdigung seines Vaters 2003 nur mit Mühe teilnehmen können.

Als junger Mann galt er als "Goldener Hippie", weil sein Grossvater zu Beginn der siebziger Jahre der reichste Mann der USA war. Der Ölmilliardär zeigte sich aber immer hart gegenüber seiner Familie.

Als sein Enkel 1973 in Italien entführt wurde, weigerte er sich, seinem Sohn die geforderten 17 Millionen Dollar Lösegeld zur Verfügung zu stellen. Er vermutete eine inszenierte Entführung, mit der der Enkel an sein Geld wollte.

Ohr abgeschnitten

Erst als die Entführer dem Enkel ein Ohr abschnitten und es den entsetzen Eltern zuschickten, willigte der Grossvater ein - bei vier Prozent Zinsen. Nach fünf Monaten in der Hand der Entführer wurde Getty schliesslich freigelassen.

Getty heiratete nach der Entführung die deutsche Fotografin Gisela Schmidt, die Ehe wurde jedoch bald geschieden. Er versuchte sich als Schauspieler und war unter anderem im Wim-Wenders-Film "Der Stand der Dinge" dabei, ein Durchbruch blieb ihm jedoch versagt.

Sein Sohn Balthazar ist hingegen in den USA sehr erfolgreich. Er spielte schon als Kinderstar in "Der Herr der Fliegen", später in "Ein Papst zum Küssen" und "Judge Dredd". Derzeit ist er auch in Deutschland regelmässig als Thomas Walker in der US-Serie "Brothers & Sisters" zu sehen.

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SDA-ATS