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René Quellet - hier 2003 mit Franz Hohler an einer Gala im Zürcher Volkshaus - ist am Donnerstag 86-jährig gestorben.

Keystone/STEFFEN SCHMIDT

(sda-ats)

Einem breiten Publikum ist René Quellet bekannt als Partner von Franz Hohler in der Sendung "Spielhaus" des Schweizer Fernsehens. Sein Standardsatz war: "I bi de René - I säge nüt". Am Donnerstag ist er 86-jährig im Kreise seiner Familie friedlich eingeschlafen.

Dies teilte sein Sohn Stéphane mit. René Quellet wurde am 4. August 1931 in Solothurn geboren und wuchs in Le Landeron NE auf. Schon als Jugendlicher führte er Marionettentheater auf, für die er Handlung, Bühnenbild und Kostüme kreierte. Als Mime war Quellet Autodidakt. Nach der Lehre als Goldschmied und einigen Jahren im Beruf machte er sich 1963 als Bühnenkünstler selbständig.

Er entwickelte seine Figur "Türlü", auf der sein erstes Soloprogramm mit etwa 20 Nummern aufbaute. Tournéen führten ihn durch ganz Europa. Dank seiner Bekanntheit in Frankreich kamen auch Touren im Indischen Ozean, Afrika und Französisch-Polynesien zustande.

1973 inszenierte er sein Stück "Le Fauteuil" und in den 1980ern die Tragikomödie "Max". Damit tourte er auf allen Kontinenten und unterrichtete daneben in Schulen mit dem Programm "Mime & Co" Körperausdruck. 1973 bis 1994 spielte Quellet um die 50 Mal im Fernsehen den kultigen "René". Nach 40 Jahren Karriere und 5000 Aufführungen in 39 Ländern ging Quellet 1996 in den Ruhestand.

Laut seinem Sohn Stéphane gilt René Quellet als der erste Schweizer Mime und als Vorreiter der visuellen Kunst und des Körperausdrucks. "Dank der universell verständlichen Sprache der Pantomime gelang es ihm, über eine Million Zuschauer zu erreichen".

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SDA-ATS