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Die Blasen an Chung Hyeons Füssen sind nach dessen Aufgabe gegen Roger Federer im Halbfinal am Australian Open das grosse Thema. Der Schweizer kennt das Problem und hat Verständnis für seinen Gegner.

"Ich bin glücklich, dass ich im Final bin. Das war das Ziel vor dem Spiel", sagte Roger Federer nach seinem Einzug in den 30. Grand-Slam-Final. "Natürlich sind es nicht die Umstände, die ich mir gewünscht oder geplant habe, aber ich habe gut gespielt."

Nach 62 Minuten war die einseitige Angelegenheit in der Rod Laver Arena zu Ende. Blasen und die Dominanz Federers zwangen den 21-jährigen Südkoreaner in seinem ersten Grand-Slam-Final beim Stand von 1:6, 2:5 zur Aufgabe. "Es hat sehr weh getan", sagte Chung. "Ich kann nicht mehr gehen." Sein Manager Stuart Duguid, der auch Belinda Bencic betreut, ergänzte, dass es sich um mehrere Blasen übereinander handelt.

Federer war im Vorfeld der Partie nicht verborgen geblieben, dass Chung angeschlagen war. "Er ging bereits in den letzten fünf Tagen auf dem Aussenrist durch die Garderobe und lief auf dem Zahnfleisch", sagte Federer, der in Australien auch schon mit Blasen zu kämpfen hatte. Im Halbfinal 2005, als er gegen Marat Safin nach vergebenem Matchball in fünf Sätzen verlor. "Ich war fast froh, dass ich verloren habe, weil ich nicht wusste, wie ich den Final hätte bestreiten sollen."

Federer nutzte das körperliche Leiden seines Kontrahenten gnadenlos aus. Mit seinem variablen Spiel zeigte er Chung an, dass dieser sein Problem gegen ihn nicht verstecken könne. "Ich habe ihm absichtlich gezeigt, dass ich weiss, dass ich ich sein Problem kenne." Für die Aufgabe hatte Federer Verständnis, auch wenn er selbst nie während einer Partie w.o. gegeben hatte. "Aber Blasen können schon sehr schmerzen, vor allem wenn man sich mit diesen schon seit mehreren Tagen herumschlägt."

Am Sonntag bietet sich Federer die Chance auf den 20. Grand-Slam-Titel. Auch Finalgegner Marin Cilic kennt das Problem von Blasen. Dieses war bei ihm im letztjährigen Wimbledon-Final aufgetreten, als er gegen Federer chancenlos geblieben war und in drei Sätzen verlor. Der Schweizer und der Kroate kommen gut miteinander aus. Per Zufall hatten sie sich in den Ferien Ende November auf den Malediven getroffen, zwischendurch ein paar Bälle geschlagen und sich für ein paar Drinks verabredet.

In Australien vermochte Cilic bislang zu überzeugen und schaltete unter anderen Rafael Nadal aus. "Er glaubt daran, dass er es schaffen kann", so Federer, der sein Gegenüber ähnlich stark erwartet wie bei seiner bislang einzigen Niederlage gegen den 29-Jährigen im Halbfinal am US Open 2014.

In seinem 30. Grand-Slam-Final ist er wie bereits gegen Chung auf alles vorbereitet. Neun bis zehn Rackets, acht paar Socken und zwei paar Schuhe gehören in jedem Spiel zur Standard-Ausrüstung des Titelverteidigers. Federer hofft, dass er gut in die Partie starten werde, von Beginn an gut serviere und den Service des Kroaten lesen könne. "Ich muss gut spielen und mein Spiel variieren."

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SDA-ATS