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Bern - Die Kostensteigerungen beim Bau des Berner Bärenparks in Höhe von rund 11 Mio. Franken haben mehrere Gründe: Schlechte Abklärung des Baugrunds, unklare Rollen, Informationsmängel und Komplexität des Projekts. Das hat die Administrativuntersuchung ergeben.
Eine erste, bereits seit längerem bekannte Kostensteigerung von 9,7 auf 14,5 Mio. Franken geht im Wesentlichen auf Mehrkosten zurück, die auf eine mangelhafte Baugrunduntersuchung zurückgehen. Das bestätigte die am Freitag in Bern den Medien präsentierte Administrativuntersuchung eines alt Oberrichters und eines Baufachmanns.
Die mangelnde Bauvorbereitung führte dazu, dass die Baufirma viel mehr Material verbauen musste und den Aarehang unterhalb der alten Bärengräben aufwändig zu stabilisieren hatte.
Die zweite Kostensteigerung von 14,5 auf 21,3 Mio. Franken geht auf mehrere Faktoren zurück, insbesondere auf Massnahmen zur Beschleunigung der Bauarbeiten aufgrund des "unverrückbaren Fertigstellungstermins". Der Bärenpark sei für Bern und die Sponsoren ein Prestigeprojekt, das nicht habe scheitern dürfen.
21,3 Mio. Franken sei das nun feststehende Kostenmaximum, heisst es im Bericht. Dieser listet auch mehrere Mängel in der Projektorganisation auf. So sei nicht klar gewesen, wer eigentlich der Bauherr sei: Der nacheinander von drei Gemeinderatsmitgliedern geleitete Projekt-Leitungsausschuss oder die Stadtbauten Bern, ein ausgelagerter Betrieb der Stadt.
Der Leitungsausschuss unter FDP-Gemeinderätin Barbara Hayoz hätte auch den Berner Gemeinderat viel früher - schon Anfang 2008 - über bekannte Mehrkosten informieren müssen, heisst es im Bericht weiter. Damals wäre das Projekt noch zu stoppen gewesen.
Für den Bärenpark liegen hauptsächlich von Privaten und Sponsoren 12,3 Mio. Franken vor. Um das verbleibende Loch von rund 9 Mio. Franken zu decken, wird der Berner Gemeinderat nun dem Stadtparlament einen Kredit beantragen. Das gab Stadtpräsident Alexander Tschäppät am Freitag bekannt.

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SDA-ATS