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Der als "Schläger von Schüpfen" bekannte junge Mann hat am Dienstag vor Gericht gewichtige Vorwürfe bestritten. Nicht er habe bei einer tätlichen Auseinandersetzung letzten August auf einen Wirt eingeschlagen, sondern sein Kollege, gab der Angeschuldigte zu Protokoll. Dem widersprach der Wirt.

Die beiden jungen Männer seien an jenem August-Abend in sein Restaurant im bernischen Schüpfen gekommen. Weil sie sich ungebührlich verhielten, habe er sie aufgefordert, das Lokal zu verlassen, schilderte der Wirt die Vorfälle.

Er zeigte sich am Dienstag überzeugt, dass es der Angeschuldigte war, der ihn mit einem massiven Eisen-Aschenbecher am Kopf verletzt habe. Der Kollege könne es gar nicht gewesen sein, weil er diesen gerade am Kragen gepackt hatte, erzählte der Wirt.

In dieser Situation habe er gesehen, wie der Angeschuldigte den schweren, mit schmiedeeisernen Verzierungen versehenen Aschenbecher mit beiden Händen über seinem Kopf schwang, fuhr der Wirt fort. Da habe er sich geduckt und sei so glücklicherweise nur von einem Teil des Aschenbechers am Kopf getroffen worden. Die Wunde habe er mit vier Stichen nähen lassen müssen.

Der Angeschuldigte selber wirkte vor Gericht eher gedämpft. Er fühle sich ungerecht behandelt, sagte er vor dem Regionalgericht Berner-Jura Seeland. Der Prozess geht am Mittwoch mit den Plädoyers von Anklage und Verteidigung weiter. Am Nachmittag wird das Gericht voraussichtlich sein Urteil eröffnen.

Schweizweit Aufsehen erregt

Der Fall des jungen Mannes hatte letzten Sommer schweizweit für Aufsehen gesorgt. Schon seit Jahren war er im Dorf als "Tunichtgut" bekannt. Viele Schüpfener fürchteten sich vor seinen aggressiven Ausfällen.

Im Dorf lungerten immer wieder Gruppen von Jugendlichen herum und pöbelten Passanten an oder verübten Vandalenakte. Auch der Angeklagte soll oft mit von der Partie gewesen sein. Bei der Polizei und den Behörden war er einschlägig bekannt.

Die Gemeinde suchte zwar das Gespräch mit ihm - allerdings mit bescheidenem Erfolg. Schliesslich verfügte der Regierungsstatthalter einen fürsorgerischen Freiheitsentzug und wies den jungen Mann in eine geeignete Institution ein.

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SDA-ATS