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Die peruanische Rebellengruppe "Sendero Luminoso" ("Leuchtender Pfad") hat 36 entführte Arbeiter eines Gasprojektes freigelassen. Die Arbeiter seien gesund in Chuanquiri angekommen, sagte der Bürgermeister der 400 Kilometer östlich von Lima gelegenen Ortschaft dem Radio RPP.

Nach der Freilassung sei mindestens ein Polizist bei einem Schusswechsel mit den Rebellen getötet worden, erklärte Ministerpräsident Oscar Valdés nach Angaben der Online-Ausgabe der Zeitung "El Comercio". Der Fernsehsender Canal N meldete, es seien drei Polizisten und zwei Entführer gestorben.

Die 36 Männer waren am Montag von etwa 100 bewaffneten Rebellen in der Provinz La Convención (Department Cusco) gefangen genommen worden. Die Entführer forderten nach Medienberichten 10 Mio. Dollar und zehn Kisten Dynamit für ihre Freilassung.

Das Präsidialamt versicherte über Facebook, es habe keine Verhandlungen gegeben. Die Geiseln seien allein auf Druck der Sicherheitskräfte freigekommen. Das Gasprojekt ist das grösste Energievorhaben in Peru.

Die Entführer gehören zur Gruppe um Víctor Quispe Palomino alias "José". Dessen Fraktion hatte sich 1999 von der maoistischen Hauptorganisation getrennt und deren Untergang überlebt. Sie soll in enger Beziehung zum Drogenhandel stehen.

Etwa 70'000 Menschen starben während des Konflikts mit "Sendero Luminoso". Die Gewalt flaute erst mit der Festnahme des Führers Abimael Guzmán in den 1990er Jahren ab.

SDA-ATS