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Der Zürcher Veloverleiher "smide" kommt nun nach Bern. Der Stadtberner Gemeinderat lässt vorerst eine Flotte von 300 Elektrofahrrädern zu. Sie sollen das Angebot von PubliBike ergänzen (Archivbild).

KEYSTONE/CHRISTIAN BEUTLER

(sda-ats)

Nach der Postauto-Tochter PubliBike hat die Stadt Bern am Mittwoch ein weiteres Veloverleihsystem zugelassen. Die im zürcherischen Uster beheimatete Firma "smide" wird in Bern ein sogenanntes Free-Floating-System anbieten.

Das heisst, dass Kundinnen und Kunden ihr Leihvelo nicht an fixen Stationen abholen oder abstellen müssen.

Neben PubliBike mit seinen fixen Stationen will die Berner Stadtregierung auch Free-Floating-Angebote zulassen - als Ergänzung, wie der Gemeinderat in einer Mitteilung vom Mittwoch festhält.

Die Stadt führte deshalb ein Bewilligungsverfahren durch. Den Zuschlag erhielt nun "smide". Das Unternehmen, das hauptsächlich in der Stadt Zürich präsent ist, verfügt laut Berner Stadtregierung über das nötige Know-how in diesem Geschäftsfeld.

"smide" setzt ausschliesslich auf schnelle E-Bikes, was für längere Distanzen interessant sein kann. Zugelassen werden in Bern vorerst 300 Bikes. Die Bewilligung ist auf fünf Jahre ausgelegt.

Vergangenes Jahr drängten diverse internationale Mietvelo-Anbieter mit Free-Floating-Angeboten in Europa auf den Markt. Dies führte im öffentlichen Raum teilweise zu gravierenden Problemen. Namentlich die Firma O-Bike gab damals zu reden. Die Bewilligung der Stadt Bern für "smide" ist deshalb an Vorgaben geknüpft, die Verhältnisse wie seinerzeit etwa in München oder Zürich verhindern sollen.

Anders als PubliBike, das sein Angebot fünf Jahre aufrechterhalten muss, kann "smide" sein Angebot jederzeit einstellen. Beide Unternehmen erhalten von der Stadt Bern keine Betriebsbeiträge.

Im Endausbau soll PubliBike in Bern rund 200 Stationen mit 2400 Velos und E-Bikes bis 25 km/h betreiben.

Noch ein Problem

Doch bei PubliBike läuft es derzeit noch nicht rund. Nachdem die Postauto-Tochter Ende Juni mit dem Veloverleih in Bern gestartet war, sprach sich rasch herum, dass man die Schlösser mit einem einfachen Trick knacken konnte. Mehrere hundert Fahrräder wurden geknackt.

Zunächst versuchte PubliBike, stehen gelassene Räder wieder einzusammeln. Doch am vergangenen Wochenende fehlten so viele Fahrräder, dass der Anbieter vorübergehend den Betrieb einstellte.

Nun werden die Fahrräder nachgerüstet. Dabei kann gleich ein weiterer Fehler behoben werden, denn nach leicht austrickbaren Schlössern schlägt sich PubliBike auch noch mit fehlerhaften Abrechnungen auseinander.

"Es gab nach Ausleihen von PubliBike-Leihvelos teilweise falsche Abrechnungen" bestätigte Mediensprecher Urs Bloch am Mittwoch eine Meldung im "St. Galler Tagblatt" , der "Luzerner Zeitung" und weiteren Titeln.

Diese Fehler haben laut PubliBike zwei Gründe: Zum einen vergassen Kunden am Ende der Fahrt das Schloss zu schliessen. So lief die Ausleihe weiter. Zum anderen gibt es aber auch einen IT-Fehler, der zu falschen Abrechnungen führte, wie PubliBike einräumte.

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SDA-ATS