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US-Aussenminister John Kerry hat nach Unstimmigkeiten mit Saudi-Arabien am Montag in Riad versucht, die Wogen zu glätten. Das gelang ihm jedoch nur teilweise.

Während einer Medienkonferenz mit Kerry sagte der saudische Aussenminister, Prinz Saud al-Faisal, im Syrienkonflikt verfolgten die USA und Saudi-Arabien zwar ähnliche Ziele. Es gebe jedoch einige "taktische Differenzen" in der Frage, was der beste Weg wäre, um die Kämpfe zu beenden und eine Übergangszeit einzuläuten.

Die syrische Opposition habe noch nicht entschieden, ob sie an den geplanten Friedensgesprächen in Genf teilnehmen werde, sagte der Prinz. "Wenn sie teilnehmen, dann werden die Syrer der Welt zeigen, dass sie dem Frieden eine Chance geben", fügte er hinzu.

Kerry sagte bei einem Treffen mit Mitarbeitern der US-Botschaft in Riad, die amerikanisch-saudischen Beziehungen müssten wieder "auf den richtigen Weg gebracht werden". Die gemeinsamen Beziehungen seien "strategisch und beständig", erklärte der US-Aussenminister.

Mehrere Streitpunkte

Kerry rief Riad zum "Kurshalten" auf. Die Golfmonarchie sei "wirklich der führende Akteur" in der Region. In einer Rede sicherte er dem verbündeten Land insbesondere zu, dafür zu sorgen, dass Iran "keine Atombombe bekommt". Die vorsichtige Annäherung zwischen den USA und Iran sorgt in Saudi-Arabien für Argwohn.

Das Königshaus hatte sich zudem verärgert darüber gezeigt, dass die USA vor einem militärischen Eingreifen in Syrien zurückgewichen sind und ihre Militärhilfe für die Führung in Ägypten reduziert haben.

Die Erdöl-Macht Saudi-Arabien unterstützt im syrischen Bürgerkrieg die Aufständischen gegen das Regime von Präsident Baschar al-Assad. In Ägypten hatte Riad die Entmachtung des islamistischen Präsidenten Mohammed Mursi durch das Militär begrüsst und den neuen Machthabern mit grosszügigen Finanzhilfen unter die Arme gegriffen.

USA werden unabhängiger

Durch neue Energie-Fördermethoden wie das sogenannte Fracking sinkt die Abhängigkeit der USA von Öl und Gas aus den arabischen Golfstaaten. Dies wird nach Einschätzung von Beobachtern auch das Verhältnis Washingtons zu Riad nachhaltig verändern.

Kerry absolviert derzeit eine Nahost-Reise. Am Sonntag hatte er in Ägypten eine Rückkehr zur Demokratie angemahnt, zugleich aber den Beginn eines "strategischen Dialogs" mit Kairo angekündigt.

SDA-ATS