Nationaltrainer Vladimir Petkovic wirkt nach dem 0:1 gegen Dänemark in Kopenhagen gefasst. Trotz des neuerlichen Gegentreffers in der Schlussphase sieht er kein mentales Problem bei seiner Mannschaft.

Vladimir Petkovic gratulierte dem Gegner fair zum Sieg. Dieser sei nicht gestohlen, denn die Dänen hätten ein intelligentes Spiel gemacht. "Aber wir hätten mehr verdient." Wie im Nations-League-Halbfinal im Juni gegen Portugal (1:3) stand seine Mannschaft nach einem starken Auftritt am Schluss mit leeren Händen da. Machte in Porto Cristiano Ronaldo den Unterschied, war es in Kopenhagen ein Geniestreich von Christian Eriksen begünstigt durch das kollektive Fehlverhalten der Schweizer Hintermannschaft.

"In dieser Situation müssen wir cleverer sein und besser verteidigen", sagte Petkovic. "Es war praktisch unser einziger Fehler der Partie." Der Nationaltrainer unterliess es deswegen nicht, seiner Mannschaft zur guten Leistung zu gratulieren. "Wir hatten von Anfang an mehr vom Spiel und mindestens so viele und die besseren Chancen als sie." Nicht zum ersten Mal monierte der Tessiner die mangelnde Effizienz im Abschluss. "Und die Flanken waren schlecht." Nur 3 von 21 Versuchen hätten einen Abnehmer gefunden, rechnete Petkovic vor.

Dem Umstand, dass die Schweiz zum wiederholten Mal einen Gegentreffer kurz vor Schluss kassierte, wollte Petkovic keine grosse Bedeutung beimessen. "Ich verstehe, dass man darüber diskutiert." Der Treffer hätte sich aber nicht angedeutet. "In dieser Situation müssen wir es einfach besser machen." Anders sah dies Dänemarks Trainer Age Hareide: "Wir wussten, dass die Schweiz in der Schlussphase nachlässt." Wenn so etwas immer und immer wieder geschehe, sei es nicht nur ein physisches, sondern auch ein mentales Problem.

Allein in den drei Qualifikationsspielen gegen Dänemark und Irland verspielte die SFV-Auswahl nach späten Gegentoren fünf Punkte, weswegen sich die Situation in der Tabelle vor dem Heimspiel am Dienstag in Genf gegen Irland zugespitzt hat. "Wir müssen unbedingt gewinnen", sagte Petkovic. Sie dürften weder nach links noch nach rechts schauen und müssten eine positive Einstellung beibehalten. "Denn wir können es noch aus eigener Kraft schaffen." Dafür brauchen die Schweizer aus den verbleibenden drei Spielen aber drei Siege.

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