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Kreativ gestaltete Bars zierten die Limmat-Hochbrücke an der Badenfahrt. Das grosse Volksfest zählte mehr als 1,2 Millionen Besucher.

KEYSTONE/CHRISTIAN MERZ

(sda-ats)

Die zehn Tage dauernde Badenfahrt, eines der grössten Volksfeste der Schweiz, hat einen Besucherrekord erlebt. Mehr als 1,2 Millionen Personen besuchten gemäss Angaben der Organisatoren das Fest.

Es habe eine sehr positive Stimmung geherrscht, sagte OK-Präsident Adi Hirzel am Montag auf Anfrage. Auch das Wetter sei hervorragend gewesen. Die Badenfahrt ging in der Nacht auf Montag zu Ende.

Die Stadt könne mit Stolz sagen, "dass ihr Fest absolut einzigartig und unerreicht ist", teilten die Organisatoren mit. Auf dem 32 Fussballfelder grossen Festgelände standen 95 kreativ gestaltete Beizen.

Auf drei Bühnen fanden 130 Konzerte statt. Es gab 1000 verschiedene Unterhaltungsprogramme. Mindestens 10'000 Helferinnen und Helfer standen während zehn Tagen im Einsatz.

Auf dem Festgelände laufen nun die Abräumarbeiten und Putzarbeiten auf Hochtouren. Bis in zwei Wochen sei wohl alles wieder wie üblich, zurück blieben jedoch die schönen Erinnerungen und Wehmut, sagte Hirzel.

Die Badenfahrt ist auch ein riesiges logistisches Unternehmen. So zählten die Organisatoren eine Million Mehrwegbecher. Der öffentliche Verkehr beförderte über eine Million zusätzliche Fahrgäste (Hin- und Rückreise). Es verkehrten zudem mehr als 4300 zusätzliche Busfahrten und 50-Nacht-Extrazüge.

Als Herausforderung bezeichneten die Organisatoren den ausserordentlich grossen Besucheraufmarsch am ersten Wochenende sowie die vielen Festbesucher von Montag bis Mittwoch aus dem Limmattal, aus Zürich und Aarau. Viele dieser Besucher ärgerten sich, dass der Festpass nur im Ostaargau als Bahnbillett gültig war.

Bis Mitternacht alles friedlich

Insgesamt verzeichneten die Sanitäter und Rettungskräfte 816 Bagatell-Vorfälle. 77 Personen mussten hospitalisiert werden - dies wegen übermässigen Alkoholkonsums.

Der Festverlauf ab Festbeginn bis Mitternacht verlief meistens friedlich und besonnen. Ab Mitternacht kippte die Stimmung teilweise. Die täglichen Streitigkeiten und die teilweise gereizte Stimmung nach Mitternacht belastete den Einsatz der Sicherheitskräfte. Es kam zu Schlägereien, kleineren Diebstählen und Pöbeleien.

Das Fest ist mittlerweile so gross, dass es nur alle fünf beziehungsweise alle zehn Jahr stattfindet. Alle zehn Jahre, wie 2017, gibt es eine grosse Badenfahrt, dazwischen jeweils eine kleine. Die Badenfahrt gehört inzwischen zum immateriellen Kulturerbe der Schweiz.

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SDA-ATS