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14-Jährige zu künstlicher Befruchtung gezwungen - Haft für Mutter

Weil sie ihre jugendliche Tochter zu einer künstlichen Befruchtung gezwungen hat, ist eine Britin zu fünf Jahren Haft verurteilt worden. Das Mädchen musste sich offenbar bereits mit 14 Jahren nach einer Online-Bestellung von einer Samenbank in Dänemark gelieferte Spermien einführen.

Dies geht aus der Nachrichtenagentur Reuters am Montag vorliegenden, bislang unter Verschluss gehaltenen Unterlagen des Gerichts vom März vergangenen Jahres hervor. Nach mehreren Versuchen, die sich über zwei Jahre erstreckten, wurde der Teenager mit 16 Jahren schwanger und gebar als 17-Jährige ein Kind.

Die Behörden kamen den ungewöhnlichen Umständen der Schwangerschaft auf die Spur, weil die Mutter verhindern wollte, dass die 17-Jährige das Kind stillte. Hebammen schöpften daraufhin Verdacht und schalteten Sozialbehörden sowie die Polizei ein.

Die bereits im März 2012 verurteilte Mutter war nach den Erkenntnissen des Gerichts von dem Wunsch nach einem vierten Kind getrieben. Sie hatte drei Mädchen adoptiert, die sie von der Aussenwelt abschottete und privat unterrichtete. Die als extrem willensstark beschriebene Frau zwang das älteste der drei Kinder zu der künstlichen Befruchtung.

In dem Urteilsspruch verwies die Justiz darauf, dass es in Grossbritannien einfach sei, Spendersamen zu bekommen. Es gebe keine wirksamen Kontrollen über den Handel mit Spermien.

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