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144 katholische Theologen aus dem deutschsprachigen Raum fordern in einer Erklärung tiefgreifende Reformen der Kirche. Unter anderem treten die Unterzeichner aus Deutschland, Österreich und der Schweiz dafür ein, dass Frauen zum Priesteramt zugelassen werden.

Sie fordern die Abschaffung des Zölibats und mehr Mitsprache des Kirchenvolks, wie die "Süddeutsche Zeitung" am Freitag berichtete. Unterschrieben haben die Erklärung auch Theologen der Universitäten Freiburg und Luzern sowie der Theologischen Hochschule Chur.

Die Wertschätzung der Ehe bedeute nicht, "Menschen auszuschliessen, die Liebe, Treue und gegenseitige Sorge in einer gleichgeschlechtlichen Partnerschaft oder als wiederverheiratete Geschiedene verantwortlich leben", schreiben sie. "Selbstgerechter moralischer Rigorismus" stehe der Kirche nicht gut an.

Sie könne nicht Versöhnung mit Gott predigen, ohne die Voraussetzung zur Versöhnung mit denen zu schaffen, "an denen sie schuldig geworden ist: durch Gewalt, durch die Vorhaltung von Recht, durch die Verkehrung der biblischen Freiheitsbotschaft in eine rigorose Moral ohne Barmherzigkeit".

Bischofskonferenz: "Gutes Signal"

Die katholische Bischofskonferenz in Deutschland, an die sich das Papier in erster Linie richtet, zeigte sich grundsätzlich zum Dialog bereit. Die deutschen Bischöfe hätten zum Gespräch über die Zukunft von Glauben und Kirche eingeladen, erklärte der Sekretär der Bischofskonferenz, Hans Langendörfer.

Es sei ein "gutes Signal", dass sich die Unterzeichner des Memorandums daran beteiligen wollten. Langendörfer stellte klar, dass das Memorandum in einer Reihe von Fragen "in Spannung zu theologischen Überzeugungen und kirchlichen Festlegungen von hoher Verbindlichkeit" stehe.

Breit abgestützte Bewegung

Laut dem Artikel hat es seit 22 Jahren keinen vergleichbaren "Aufstand" der Theologen mehr gegeben: 1989 protestierten mehr als 220 Wissenschaftler in der "Kölner Erklärung" unter dem Titel "Wider die Entmündigung - für eine offene Katholizität" gegen den autoritären Führungsstil von Papst Johannes Paul II.

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SDA-ATS