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Aufräumen und Putzen: Nach dem heftigen Unwetter in der Region Zofingen gibt es noch die ganze Woche viel zu tun - wie hier bei einer Bäckerei in Uerkheim.

KEYSTONE/WALTER BIERI

(sda-ats)

Nach dem Unwetter in der Region Zofingen sind bei der Aargauischen Gebäudeversicherung (AGV) bislang 1500 Schadenmeldungen eingegangen. Die AGV kann die Schadensumme noch nicht beziffern, rechnet jedoch mit einem zweistelligen Millionenbetrag.

Überschwemmungen, Hagel, Erdrutsche und Rückstaus aus der Kanalisation verursachten die Schäden, wie die AGV am Montag mitteilte. Besonders betroffen waren Zofingen, Oftringen, Uerkheim, Strengelbach und Bottenwil. Es würden laufen weitere Schadenmeldungen eingehen.

Die Gebäudeversicherung deckt als staatliche Monopolversicherung Feuer- und Elementarschäden im Kanton Aargau und bietet auf freiwilliger Basis Zusatzversicherungen an.

Die AGV schreibt von "hohen Schäden". Er rechne mit einer zweistelligen Millionensumme, sagte Peter Schiller, Abteilungsleiter Gebäudeversicherung, auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda. "Wir versuchen, einen Überblick zu erhalten. Die Zofinger Stadträtin Christine Guyer hatte die Schadensumme am Sonntag auf einen "dreistelligen Millionenbetrag" geschätzt.

Die Versicherung Zurich Schweiz rechnet bei ihren Kunden mit einem Schaden von rund 6,5 Millionen Franken. Bei 800 Fahrzeugen sowie 350 Haushalten und Geschäftslokalitäten gebe es Schäden, teilte Zürich Schweiz mit.

Aufräumen und Putzen

Die Aufräum- und Reinigungsarbeiten in der Region Zofingen dauerten am Montag an. Die Hauptarbeiten sollen gemäss Stadtverwaltung Ende Woche abgeschlossen sein. Im Einsatz stehen die Mitarbeitenden des Werkhofes. Viele Hausbesitzer und Mieter sind am Aufräumen und Ausmisten.

Für das Saubermachen in den Häusern seien in der Regel die Liegenschaftsbesitzer verantwortlich, hält die Stadtverwaltung fest. In aussergewöhnlichen Härtefällen könne jedoch Hilfe beim Zivilschutz angefordert werden.

Die beiden gefluteten Strassenunterführungen unter der Bahnlinie sind wieder befahrbar wie vor dem Unwetter. Sie sind leergepumpt und gereinigt worden. Auch weitere Strassen wurden mit Hochdruck gesäubert.

Zwei der drei Bahnhofunterführungen sind wieder offen. Es roch überall modrig. Die Spuren des vielen Regenwassers waren auch in der Altstadt von Zofingen noch immer sichtbar.

"Bis auf weiteres geschlossen", heisst es an Ladentüren. Weil der Strom mehr als zwölf Stunden ausgefallen war, tauten in Kühltruhen die Lebensmittel auf und verdarben.

Geschlossen bleibt vorerst das unterirdische Parking beim Bahnhof. Das zweigeschossige Parkhaus stand zeitweilig komplett unter Wasser. Rund hundert Autos wurden geborgen. Darunter sind auch sieben der neun Fahrzeuge der Regionalpolizei Zofingen. Die Autos müssten wohl ersetzt werden, berichtete das "Zofinger Tagblatt".

Trinkwasser ist in Ordnung

Bis auf vereinzelte Liegenschaften konnte gemäss Stadtverwaltung die Stromversorgung wieder flächendeckend sichergestellt werden. Auch das Trinkwasser auf dem ganzen Gebiet von Zofingen sei einwandfrei und ohne Abkochen geniessbar, informierte die Stadt auf ihrer Website: "Anderslautende Informationen, die zur Zeit zirkulieren, sind ein Gerücht."

Der Notfalleinsatz der Blaulichtorganisationen wurde abgeschlossen. 450 Personen waren an den Rettungsarbeiten beteiligt. Die Zivilschutzorganisation Zofingen übernahm die Einsatzleitung.

In der benachbarten, kleinen Gemeinde Uerkheim, wo das Unwetter ebenfalls Spuren der Verwüstung hinterliess, setzte der Gemeinderat eine private Sicherheitsfirma ein. Eine Solothurner Firma wurde ermächtigt, "sämtliche gemeindepolizeilichen Angelegenheiten auszuführen", teilte die Gemeinde auf ihrer Website mit. Die Firma soll Plünderungen verhindern.

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SDA-ATS