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Bei einem Brand in einer Markthalle in Moskau sind am Dienstag mindestens 17 Menschen ums Leben gekommen. Bei den Toten handelte es sich nach Behördenangaben um Gastarbeiter aus der zentralasiatischen Republik Tadschikistan.

Das Feuer brach am Morgen um 05.00 Uhr auf dem Kantschalowski-Baumarkt am südlichen Stadtrand von Moskau aus. Nach ersten Erkenntnissen hatten die Arbeiter vermutlich auf einem Heizkörper Kleidung getrocknet, die dann in Brand geriet.

Die Arbeiter seien in der Nacht vom Feuer überrascht worden und hätten wegen der ungünstigen Lage des Wohncontainers auf dem Markt keine Fluchtmöglichkeit gehabt, sagten Ermittler der Agentur Interfax. Einige der Opfer seien beim Versuch, sich zu retten, am Rauch erstickt.

Die Feuerwehr habe die Metallwände des Baucontainers aufschneiden müssen, um ins Innere des Gebäudes zu gelangen. Nach den zweistündigen Löscharbeiten seien die 17 Bewohner der engen Unterkunft tot geborgen worden.

Prekäre Lebensumstände

Laut Polizei lebten die Arbeiter zusammengepfercht in einem Lagergebäude der Markthalle und hatten keinen direkten Zugang zur Aussenwelt. "Sie schliefen in schrecklicher Enge auf aufeinandergestapelten Brettern", hiess es aus den Ermittlungskreisen.

Katastrophenschutzminister Sergej Schoigu verurteilte die Lebensbedingungen der Arbeiter und forderte eine Erklärung für die Art der Unterbringung. "Dies wird zur Tradition - Menschen, die auf Märkten leben", sagte Schoigu in einem Fernsehinterview. Der Nachrichtenagentur Interfax sagte er, der Ort sei "offensichtlich nicht dafür geeignet, um dort zu leben".

Wegen der provisorischen Heizungen und mitunter offenen Feuerstellen kommt es in Moskau immer wieder zu schweren Bränden mit vielen Toten. Erst im Mai 2011 waren bei einem Feuer in einem verlassenen Gebäude sieben Arbeiter getötet worden. Im Januar 2009 starben bei einem Brand auf einer Tiefgaragenbaustelle sieben Arbeiter aus Zentralasien, die auf der Baustelle lebten.

SDA-ATS