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Bei der Suche nach dem Auslöser der EHEC-Infektionswelle ist ein Restaurant in Lübeck ins Visier der Behörden gerückt. Dort haben sich offenbar mehrere Gäste infiziert, eine Frau starb.

Wie die "Lübecker Nachrichten" am Samstag berichteten, erkrankten 17 Menschen aus mehreren Besuchergruppen nach dem Besuch des Lokals. Der Mikrobiologe Werner Solbach sagte der Zeitung, das Restaurant treffe keine Schuld: "Allerdings kann die Lieferantenkette möglicherweise den entscheidenden Hinweis geben, wie der Erreger in Umlauf gekommen ist."

Die schleswig-holsteinischen Behörden erklärten, sie gingen dem Fall nach, wollten aber nicht von einer heissen Spur sprechen. Der Bericht der Zeitung sei "überzogen", sagte ein Sprecher des Verbraucherschutzministeriums in Kiel.

Zu den Betroffenen zählen Teilnehmerinnen eines Treffens der Deutschen Steuergewerkschaft, wie deren Vorsitzender Dieter Ondracek am Samstag bestätigte. Demnach infizierten sich acht Mitglieder einer Gruppe, die am 13. Mai das Restaurant besuchte. Vier von ihnen seien schwer erkrankt. Eine Frau sei gestorben, sagte er.

Das Restaurant sei deshalb ins Visier der Behörden geraten, weil am 13. Mai dort auch eine dänische Besuchergruppe gegessen habe, von denen sich einige ebenfalls mit EHEC infiziert hätten. Gemäss dem Mikrobiologen Solbach erkrankte zudem ein Kind aus Süddeutschland, dass das Restaurant ebenfalls besucht hat.

2500 Fälle

Hamburg und Schleswig-Holstein, wo Lübeck liegt, sind am stärksten von den EHEC-Infektionen betroffen. Bis Freitag wurden in ganz Deutschland über 1700 EHEC-Infektionen registriert. Bei weiteren 800 Patienten wird eine Infektion vermutet.

Bei vielen Patienten entwickelt sich das hämolytisch-urämische Syndrom (HUS), das lebensgefährlich ist. Nach Erkenntnissen der Weltgesundheitsorganisation gibt es neben Deutschland auch EHEC-Infektionen in der Schweiz (3 Fälle), in Italien, Österreich, Tschechien, Dänemark, Frankreich, den Niederlanden, Norwegen, Spanien, Schweden, Grossbritannien und den USA. Von den meisten Patienten ist bekannt, dass sie zuvor in Deutschland waren.

Die USA erklärten am Samstag, sie wollten Tomaten, Gurken und Salat aus Deutschland und Spanien streng kontrollieren. Russland hatte den Import von Gemüse aus der EU komplett gestoppt.

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SDA-ATS