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Luftangriff in der syrischen Provinz Idlib: Laut der oppositionsnahen Beobachtungsstelle sterben mehrere Menschen. (Archivbild)

KEYSTONE/AP UNICEF/UNCREDITED

(sda-ats)

In Syrien sind bei Luftangriffen auf die von Rebellen gehaltene Provinz Idlib offenbar mindestens 18 Menschen ums Leben gekommen. Unter den Toten seien fünf Kinder, teilte die oppositionsnahe Syrische Beobachterstelle für Menschenrechte am Samstag mit.

Es sei mit weiteren Opfern zu rechnen. Die Bürgerwehr in den Rebellengebieten sprach nach den beiden Angriffen am Samstagnachmittag auf Urum al-Dschos von 19 getöteten Personen und 22 Verletzten.

Bei einem mutmasslichen Giftgasangriff auf die ebenfalls in der Provinz Idlib gelegene Stadt Chan Scheichun waren am Dienstag 90 Menschen ums Leben gekommen, darunter 30 Kinder. Die USA reagierten darauf in der Nacht zum Freitag mit einem Luftangriff auf einen syrischen Armeestützpunkt.

US-Präsident Donald Trump warf Syriens Machthaber Baschar al-Assad vor, gegen die eigene Bevölkerung mit Nervengas vorzugehen. Die Regierung in Damaskus wies dies zurück. Trump informierte am Samstag den Kongress über den US-Raketenangriff.

Weitere Aktionen

In einem Brief an die Vorsitzenden von Repräsentantenhaus und Senat, Paul Ryan und Orrin Hatch, legte Trump Gründe für den US-Angriff auf die Luftwaffenbasis Al-Schairat in der Provinz Homs dar. Zugleich kündigte er "weitere Aktionen" der USA an, falls diese "notwendig und angebracht" seien, "um ihre wichtigen nationalen Interessen zu unterstützen".

Er habe im Interesse der nationalen Sicherheit und der Aussenpolitik der USA gehandelt, erklärte Trump. US-Geheimdienstinformationen zufolge seien die auf dieser Luftwaffenbasis stationierten syrischen Truppen für den Chemiewaffenangriff gegen die Zivilbevölkerung der Kleinstadt Chan Scheichun am Dienstag verantwortlich gewesen.

Er habe den Raketenangriff angeordnet, um die "Fähigkeit der syrischen Armee zu weiteren Chemiewaffenangriffen zu schwächen und das syrische Regime davon abzubringen, chemische Waffen einzusetzen oder zu verbreiten".

Kritik gekontert

Auf dem Kurzbotschaftendienst Twitter reagierte Trump zudem auf Kritik, weshalb die Landebahnen der Luftwaffenbasis nicht attackiert worden seien. Diese seien nicht bombardiert worden, weil sie leicht und kostengünstig wieder repariert werden könnten, erklärte er.

In einem weiteren Beitrag auf Twitter gratulierte Trump den Männern und Frauen der US-Armee, die die USA und die Welt bei den Angriffen in Syrien "so gut repräsentiert haben".

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SDA-ATS