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Nach einem Brand und mehreren Explosionen in einem Munitionsdepot der Armee sind in Ostrussland Hunderte Anwohner in Sicherheit gebracht worden. Mindestens zwei Personen wurden verletzt.

Der Brand sei aus zunächst ungeklärter Ursache am Freitag gegen 08.20 Uhr (MESZ) in dem rund 280 Kilometer nordöstlich von Wladiwostok gelegenen Depot ausgebrochen, erklärte eine Sprecherin des Katastrophenschutzministeriums. Zwei Soldaten seien verletzt worden.

Die Einwohner aus vier Dörfern mit einer Gesamtbevölkerung von 1800 Menschen mussten in Sicherheit gebracht werden. Den Rettungskräften sei es zunächst nicht gelungen, das Feuer in dem Depot zu löschen, in dem 489 Waggons mit Granaten aus der Sowjetzeit gelagert seien, sagte die Sprecherin.

Es habe eine unkontrollierbare Kette von Explosionen gegeben, die auch Stunden später nicht habe gestoppt werden können. Wegen der Detonationen wurde auch der transsibirische Zugverkehr unterbrochen.

In Munitionsdepots der russischen Armee kommt es immer wieder zu Bränden und Explosionen. Grund sind die oftmals unzureichenden Lagerbedingungen. Erst Anfang Mai waren bei der Explosion von Munition in der zentralrussischen Region Nischni Nowgorod sechs Soldaten getötet worden.

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SDA-ATS