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Der Kanton Zug macht einen neuen Anlauf, um die staugeplagte Kantonshauptstadt vom Verkehr zu entlasten und das Zentrum städtebaulich aufzuwerten. Der Regierungsrat legt dem Kantonsparlament ein Projekt für einen 950 Millionen Franken teuren Stadttunnel vor.

Wenn Kantonsrat und Volk zustimmen und es keine langwierigen Rechtsverfahren gibt, kann mit dem Bau des 2,7 Kilometer langen Tunnels im Jahr 2022 begonnen werden. Fertiggestellt wäre das "Jahrhundert-Bauwerk" dann 2028, wie der Regierungsrat am Dienstag mitteilte. Danach dauert die städtebauliche Aufwertung des Zentrums weitere zwei Jahre.

Das Zuger Zentrum ist verkehrsmässig stark belastet. Die besondere Lage der Innenstadt in der topografischen Enge zwischen Berg und See lässt den Motorfahrzeugen nur wenig Raum, um die Stadt zu passieren oder im Zentrum zu zirkulieren. Täglich zwängen sich rund 19'000 Fahrzeuge durch das Nadelöhr der Neugasse, die mittelalterliche Passage zwischen Post- und Kolinplatz.

Projekt dank öffentlicher Mitwirkung "breit getragen"

In den vergangenen Jahrzehnten gab es verschiedene Anläufe für eine Entlastung. Es habe jedoch nie eine überzeugende Umfahrungslösung gefunden werden können, schreibt der Regierungsrat in seiner Mitteilung. Nun liege aber ein Projekt vor, das dank öffentlicher Mitwirkung breit getragen sei und "weit mehr bietet als eine blosse Umfahrung".

Das Jahrhundert-Bauwerk eröffne der Stadt Zug die einmalige Chance, einen Grossteil der Innenstadt neu zu gestalten und zum Nutzen vieler Nachfolgegenerationen umfassend aufzuwerten, heisst es in der Mitteilung. Der Regierungsrat streicht den volkswirtschaftlichen Nutzen durch die Stärkung des Kantonshauptorts als Wirtschaftszentrum hervor.

Vierarmiges System mit unterirdischem Kreisel

Das Ziel des Tunnelprojektes sei es, das Zentrum verkehrsmässig zu beruhigen, ohne das Zirkulieren mit privaten Fahrzeugen gänzlich zu unterbinden. Der Tunnel soll nicht nur den Transitverkehr um die Innenstadt führen, sondern auch das Zentrum gezielt erschliessen.

Geplant ist ein vierarmiges System mit einem unterirdischen Kreisel als Drehscheibe und Portalen an der Gubel-, Ägeri-, Arther- und Gotthardstrasse. Das Zentrum wird in drei Kammern gegliedert. Mit Privatfahrzeugen wird man in den drei Zonen zirkulieren, nicht aber das Zentrum direkt durchfahren können.

770'000 Kubikmeter Ausbruchvolumen

Etwa 900 Meter des Tunnels wird im Tagbau erstellt, für die restlichen 1,8 Kilometer langen Strecken wird im bergmännischen Verfahren gearbeitet. Das Ausbruchmaterial mit einem Volumen von rund 770'000 Kubikmetern werde so weit als möglich mit der Bahn abgeführt, schreibt der Regierungsrat.

Vorgesehen ist, dass der Kanton Zug 890 Millionen und die Stadt Zug 60 Millionen der Gesamtkosten von 950 Millionen Franken übernehmen. Noch offen ist gemäss Regierungsrat, ob der Bund über das Agglomerationsprogramm einen Teilbetrag an das Vorhaben leistet. Ein entsprechendes Gesuch sei in Bern hängig, heisst es in der Mitteilung.

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SDA-ATS