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Zwei Millionen Kinder unter fünf Jahren sterben jährlich an Lungenentzündung und Durchfall. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) und das UNO-Kinderhilfswerk UNICEF haben am Donnerstag einen neuen Aktionsplan präsentiert, um diese Todesursachen bis ins Jahr 2015 möglichst zu eliminieren.

Die UNO-Organisationen berufen sich in diesem Aktionsplan auf eine Studie der medizinischen Fachzeitschrift "The Lancet". Demnach ist die Kindersterblichkeit 2011 im Vergleich zu 1990 zwar weltweit um 41 Prozent zurückgegangen.

Dennoch starben im Jahr 2011 immer noch 6,9 Millionen Kinder noch vor dem fünften Geburtstag. Die meisten Todesfälle gingen auf zwei heilbare Krankheiten zurück: 2011 starben 1,3 Millionen Kinder an Lungenentzündung, 700'000 Kinder starben an Durchfall.

Laut der "Lancet"-Studie liessen sich diese zwei Krankheiten, die so viele Todesfälle verursachten, mit einer Reihe gebündelter Massnahmen jedoch deutlich eindämmen.

Ursache: Armut und schlechte Hygiene

Laut der Studie steigt das Risiko dieser Krankheiten nämlich bei Armut, Unterernährung, mangelnder Hygiene und fehlendem Zugang zu Gesundheitsversorgung. Südasien und Subsahara-Afrika seien die am stärksten von diesen Risiken betroffenen Regionen.

Werden Kleinkinder in den ersten fünf Monaten nach der Geburt nicht ausschliesslich mit Muttermilch gestillt, steige das Risiko einer Durchfallerkrankung zusätzlich.

Ziel: Reduktion der Krankheiten um 75 Prozent

WHO und UNICEF haben sich nun auf der Grundlage dieser Studie bis ins Jahr 2025 eine Reihe von Zielen gesetzt, wie Jean-Marie Okwo-Bele, der Direktor der WHO-Impfabteilung, am Donnerstag in Genf mitteilte.

Die beiden UNO-Organisationen streben bis dahin eine massive Reduktion der Fälle von Lungenentzündung- und Durchfallerkrankungen bei Kindern unter fünf Jahren an - eine Reduktion um 75 Prozent gegenüber 2010. Zudem sollen die durch diese Krankheiten verursachten Todesfälle in der selben Altersgruppe möglichst ganz eliminiert werden.

Voraussetzung: Sauberes Trinkwasser

Um diese Ziele zu verwirklichen, will die UNO möglichst allen (90 Prozent) an Lungenentzündung erkrankten Kindern den Zugang zu Antibiotika-Behandlungen ermöglichen. Kinder mit Durchfall sollen ihrerseits möglichst mit Rehydratationslösungen versorgt werden. Aktuell haben nur 31 Prozent (Lungenentzündung) respektive 35 Prozent (Durchfall) der kranken Kinder jeweils Zugang zu den nötigen Medikamenten.

Mittelfristig wollen die UNO-Organisationen ausserdem erreichen, dass wenigstens die Hälfte aller Säuglinge bis zum sechsten Lebensmonat ausschliesslich mit Muttermilch ernährt werden. Dies trifft aktuell nur für 39 Prozent der Kinder zu.

Schliesslich sollen bis im Jahr 2025 alle Kinder Zugang zu sauberem Trinkwasser und funktionierenden sanitären Anlagen haben, was heute weltweit nur bei 89 (Trinkwasser) respektive 63 Prozent (sanitäre Anlagen) der Kinder der Fall ist.

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SDA-ATS